WMS Software · Baustoffhandel und Schwergut

WMS für Baustoffhandel.
Außenlager, Kranlogistik, Schwergut.

Ein WMS für den Baustoffhandel steuert Lagerplätze im Freien, Kranlogistik und Langgut-Kommissionierung dort, wo klassische Hallen-WMS an ihre Grenzen stoßen. Bauholz, Rohre, Profile, Sackware und Palettenware liegen oft auf Freiflächen, werden per Kran oder Stapler bewegt und zeitfenstergenau an Baustellen geliefert. Prüfen Sie in der Demo, wie das System Freiflächen ohne feste Regalplätze verwaltet.

Außenlager und FreiflächeKranlogistikLanggut-Kommissionierung
1,2 %
Produktionswachstum der deutschen Baustoffindustrie 2025 nach Rückgängen in den Vorjahren (Destatis, zitiert durch BBS, Stand Februar 2026)
rund 2 %
von BBS für 2026 erwarteter realer Produktionszuwachs, nach Rückgängen von fast 25 % in den Vorjahren
80.000 m²
Lagerfläche eines Baustoff-Zentrallagers mit 10.000 Palettenplätzen im Referenzprojekt proLogistik und Nowebau (Herstellerangabe)
mind. jährlich
Pflichtprüfung kraftbetriebener Krane im Lager durch eine befähigte Person nach Paragraf 14 Abs. 4 BetrSichV, Anlage 3 Abschnitt 1
Ohne vs. mit WMS

Warum ein Hallen-WMS
an Freifläche und Schwergut scheitert

Ohne spezialisiertes WMS

  • Lagerplätze im Freien existieren oft nur als Sammelzone im System, einzelne Langgut-Bunde oder Palettenreihen lassen sich ohne Flächenkoordinaten nicht gezielt wiederfinden.
  • Kranbewegungen und Schwerlasttransporte laufen papierbasiert oder nur im Kopf des Staplerfahrers, Prüftermine nach Betriebssicherheitsverordnung werden händisch nachgehalten.
  • Langgut wie Bauholz, Rohre und Profile wird nach Gefühl kommissioniert, weil das System keine Längen- oder Bundinformationen kennt und Verkehrswege leicht zuwachsen.
  • Saisonale Spitzen im Frühjahr und Sommer treffen ein starres Slotting, das für gleichmäßigen Umschlag ausgelegt ist, nicht für Wetter- und Bausaison-Schwankungen.

Mit WMS für Freifläche und Schwergut

  • Jeder Freiflächen-Lagerplatz trägt Koordinaten, Witterungsklasse und Tragfähigkeit, das WMS weist Langgut und Sperrgut gezielt zu, nicht nur einer Sammelzone.
  • Kranaufträge und Schwerlasttransporte werden im WMS disponiert, Prüffristen nach Paragraf 14 BetrSichV lassen sich je Kran hinterlegen und auswerten.
  • Langgut-Kommissionierung berücksichtigt Bundlänge, Kragarmregal-Position und Mindestabstand zu Verkehrswegen nach DGUV Regel 108-007.
  • Saisonale Nachfrage steuert das Slotting dynamisch um, Frühjahrs- und Sommerartikel rücken näher an Rampe und Hof, Winterware wandert zurück in die Fläche.

Quellen: Paragraf 14 Abs. 4 BetrSichV, Anlage 3 Abschnitt 1, gesetze-im-internet.de · DGUV Regel 108-007, vbg.de, Stand 2026.

Anbietervergleich · Auszug

8 Anbieter mit
Freiflächen- und Schwergut-Kompetenz im Vergleich

Auszug aus dem Find-Your-WMS-Katalog: eine Auswahl von Anbietern mit Erfahrung in Außenlager-Verwaltung, Yard-Management, Kranlogistik oder Langgut-Kommissionierung für den Baustoffhandel. Alphabetisch sortiert, ohne Wertung, keine vollständige Marktübersicht.

AnbieterSegmentPreis abAußenlager/YardKranlogistik/LanggutKernstärkeProfil
COSYS WMSCOSYS Ident GmbH, gegründet 1982, Grasdorf bei HildesheimKMUauf Anfrage✓ Eigenes Praxismaterial zu Freiflächen im Baustoffhandel, Barcode-Erfassung je Lagerplatz (Herstellerangabe)≈ Profile und Plattenmaterial im Sortiment gelistet, Kragarmregal-Logik in der Demo prüfenMittelstand im Baustoff- und Sanitärhandel, mobile Android-ErfassungZum Profil →
Infios (vormals Körber Supply Chain WMS)Rebranding im März 2025Enterpriseauf Anfrage≈ Enterprise-WMS mit Yard-Anbindung über Partnermodule, Freiflächentiefe in der Demo prüfen≈ Details zu Langgut beim Hersteller anfragenGroßflächige Distributionszentren mit komplexer LagerlandschaftZum Profil →
inconso WMS (inconsoYMS)inconso GmbH, Bad Nauheim, Teil von Infios (vormals Körber)Mittelstandauf Anfrage✓ Eigenständiges Yard-Management-System inconsoYMS mit Leitstand für Werks- und Betriebshöfe (Herstellerangabe)≈ Keine Baustoff-spezifische Langgut-Funktion dokumentiert, in der Demo prüfenHofsteuerung und Lkw-Einweisung als eigenständiges ModulZum Profil →
Mecalux Easy WMSMecalux, Cornellà de Llobregat, SpanienMittelstandauf Anfrage≈ Konzern bekannt für Kragarmregale für Langgut, Software-Tiefe für Freiflächen in der Demo prüfen≈ Details beim Hersteller anfragenKombination aus Regaltechnik und WMS aus einer HandZum Profil →
proLogistik PL-WMS (pL-Store Techline)proLogistik GmbH, Dortmund, über 30 Jahre ErfahrungMittelstandauf Anfrage✓ Referenzprojekt Nowebau-Zentrallager mit 80.000 m² und 10.000 Palettenplätzen im Baustoffgroßhandel (Herstellerangabe)≈ Details zu Kranlogistik beim Hersteller anfragenPapierlose, mandantenfähige Intralogistik im BaustoffhandelZum Profil →
PSI Software PSIwmsgegründet 1969, BerlinMittelstandauf Anfrage≈ Konzernbereich PSI Logistics nennt Stahl- und Industrielogistik mit Freiflächenbezug, Einzelprojekt in der Demo prüfen≈ Details zu Langgut beim Hersteller anfragenModular, Mittelstand bis EnterpriseZum Profil →
SAP Extended Warehouse ManagementSAP SE, gegründet 1972, WalldorfEnterpriseauf Anfrage✓ Yard Management als Bestandteil des Advanced-Tiers, Bestandssichtbarkeit im Hof laut Herstellerangabe≈ Keine spezielle Langgut-Logik dokumentiert, in der Demo prüfenDurchgängige ERP-Integration bei bestehender SAP-LandschaftZum Profil →
SSI Schäfer WAMASWAMAS-Portfolio seit Übernahme Salomon Automation 2008Mittelstandauf Anfrage≈ Materialflusslösungen für Mehrzonen-Lager, Freiflächentiefe in der Demo prüfen≈ Details zu Langgut beim Hersteller anfragenBreites Produktportfolio von Regaltechnik bis SoftwareZum Profil →

Alle acht Systeme sind im Find-Your-WMS-Katalog mit Profil gelistet, Stand 2026. Preise auf Anfrage, da keiner der Hersteller öffentliche Listenpreise für Freiflächen- oder Schwergut-WMS nennt. Vollständige Marktübersicht im Katalog.

Drei Anbieter im Detail

Freifläche, Referenzprojekt und
Yard-Baustein im Vergleich

01 · Freiflächen-Spezialist Mittelstand

COSYS WMS

Grasdorf bei Hildesheim, gegründet 1982

COSYS positioniert sein WMS laut eigenen Veröffentlichungen explizit für den Baustoffhandel: Das Sortiment aus Palettenware, Sackgut, Schüttgut, Profilen und Plattenmaterial liegt dem Hersteller zufolge oft im Freien und ist schwer oder sperrig. Die Software weist jedem Artikel einen klar definierten Lagerplatz zu, macht freie Kapazitäten auf gemischten Flächen aus Hallen, Außenflächen und Containern sichtbar und erfasst Bestände per Android-Handheld ohne Suche über den Hof.

  • Eigenes Praxismaterial zu Außenlager und Baustoffhandel
  • Über 1.200 Bestandskunden, rund 70 Mitarbeitende
  • Mobile Bestandsprüfung ohne Suche über den Hof

auf Anfrage

02 · Referenzprojekt Baustoffgroßhandel

proLogistik PL-WMS

Dortmund, über 30 Jahre Erfahrung

Im Referenzprojekt für das Nowebau-Zentrallager steuert pL-Store Techline laut Herstellerangabe die komplette Intralogistik eines 80.000 Quadratmeter großen Baustoff-Zentrallagers mit 10.000 Palettenplätzen, über 100 Kunden und rund 80.000 Tonnen Jahresversand papierlos und mandantenfähig. proLogistik gehört zur gleichnamigen Gruppe mit über 700 Mitarbeitenden an 19 Standorten in Deutschland und der Schweiz.

  • Referenzkunde Nowebau, 80.000 m² Zentrallager
  • Papierlose, mandantenfähige Kommissionierung
  • Gruppenweit über 30 Jahre WMS-Erfahrung

auf Anfrage

03 · Enterprise mit Yard-Baustein

SAP Extended Warehouse Management

SAP SE, Walldorf, gegründet 1972

SAP EWM führt Yard Management im Advanced-Tier als eigenen Baustein, mit Bestandssichtbarkeit im Hof und planbaren Dock-Terminen, synchronisiert mit Transport- und Produktionssteuerung laut eigener Produktbeschreibung. Für Unternehmen mit bestehender SAP-Landschaft lässt sich Freiflächen-Sichtbarkeit damit ohne separates Yard-System ergänzen, eine eigene Kranlogistik- oder Langgut-Funktion dokumentiert SAP auf dieser Produktbeschreibung nicht.

  • Yard Management als Bestandteil des Advanced-Tiers
  • Geplante Dock-Termine und Hof-Bestandssichtbarkeit
  • Durchgängige Integration in bestehende SAP-ERP-Landschaften

auf Anfrage

WMS-Funktionen

Sechs Funktionen für
Außenlager und Schwergut im WMS

01 · Freiflächenverwaltung

Lagerplätze im Freien mit Koordinaten

Jeder Freiflächen-Lagerplatz trägt feste Koordinaten, eine Witterungsklasse und eine Tragfähigkeitsangabe, damit Langgut und Sperrgut gezielt und nicht nur einer Sammelzone zugewiesen werden.

  • Lagerplatzkoordinaten auch außerhalb der Halle
  • Witterungs- und Tragfähigkeitsklasse je Platz
  • Sperrlogik bei Überlastung oder Witterungsrisiko
02 · Kranlogistik

Kranaufträge und Schwerlasttransport disponieren

Kranbewegungen und Schwerlasttransporte werden als eigener Auftragstyp disponiert, mit Prüffristen nach Paragraf 14 BetrSichV je Kran und automatischer Erinnerung vor Fristablauf.

  • Kranauftrag als eigener Bewegungstyp
  • Prüffristen je Kran nach BetrSichV hinterlegt
  • Erinnerung vor Ablauf der Prüffrist
03 · Langgut-Kommissionierung

Bauholz, Rohre und Profile gezielt kommissionieren

Langgut-Kommissionierung berücksichtigt Bundlänge und Kragarmregal-Position, damit Ware nicht in Verkehrswege hineinragt und beim Picking die richtige Lagerzone angefahren wird.

  • Bundlänge und Lagerzone verknüpft
  • Kragarmregal-Position im Pickpfad
  • Abstand zu Verkehrswegen nach DGUV Regel 108-007
04 · Baustellenbelieferung

Zeitfenstergenaue Tourenplanung

Die Schnittstelle zur Tourenplanung ordnet Lieferungen festen Zeitfenstern zu, damit Baustellen pünktlich beliefert werden, ohne dass Material vor der Rampe zwischengelagert werden muss.

  • Zeitfenster je Baustelle und Tour
  • Kommissionierreihenfolge nach Stop-Reihenfolge
  • Rückmeldung an die Tourenplanung bei Verzug
05 · Saisonale Steuerung

Slotting für Frühjahrs- und Sommerspitzen

Saisonale Nachfrageschwankungen im Baustoffhandel steuern das Slotting dynamisch um, Frühjahrs- und Sommerartikel rücken näher an Rampe und Hof, Winterware wandert zurück in die Fläche.

  • Dynamisches Slotting nach Saison
  • Priorisierung nahe der Rampe in der Hauptsaison
  • Rückverlagerung in der Nebensaison
06 · Flächenoptimierung Sperrgut

Anderes Slotting als bei Kleinteilen

Flächenoptimierung bei sperriger und schwerer Ware folgt anderen Regeln als beim Kleinteile-Slotting: Zugriffswege für Gabelstapler und Kran zählen mehr als reine Lagerdichte.

  • Zugriffswege für Stapler und Kran priorisiert
  • Stapelhöhen- und Nutzlastgrenzen nach DGUV Regel 108-007
  • Mischsortiment aus Paletten-, Sack- und Langgut-Ware geregelt
Integrationen

Vier Schnittstellen für den
Baustoffhandel im Freien

Tourenplanung

Schnittstelle zur Baustellenbelieferung

  • Zeitfensterübergabe an TMS oder Tourenplanungssoftware
  • Rückmeldung von Lieferverzug an die Disposition
  • Stop-Reihenfolge für Kommissionierung nutzbar
ERP-Anbindung

Bestand, Charge und Finanzbuchhaltung

  • Bestandsabgleich in Echtzeit mit dem Warenwirtschaftssystem
  • Mengeneinheiten Stück, Länge, Gewicht und Liter synchronisiert
  • Rechnungs- und Lieferscheindaten je Baustelle
Fördertechnik

Kran, Stapler und Regalbediengerät

  • Kranauftrag als eigener Bewegungstyp im WMS
  • Staplerleitsystem für Freifläche und Halle gemeinsam
  • Kragarmregal-Ansteuerung für Langgut
Mobile Erfassung

Barcode- und Handheld-Anbindung im Freien

  • Android-Handhelds für Bestandsprüfung auf der Fläche
  • Barcode-Scan bei Einlagerung, Umlagerung und Auslagerung
  • Offline-fähige Erfassung bei Funklöchern auf dem Hof
Recht und Normen

Sechs Vorschriften für
Kran, Langgut und Freifläche

01 · Kranprüfung

Paragraf 14 Abs. 4 BetrSichV, Anlage 3 Abschnitt 1

Kraftbetriebene Krane im Lager, etwa Brücken-, Portal- oder Schwenkarmkrane, müssen nach Montage durch einen Prüfsachverständigen und danach mindestens jährlich durch eine zur Prüfung befähigte Person geprüft werden, einzelne Kranarten zusätzlich alle vier Betriebsjahre durch einen Prüfsachverständigen.

  • Mindestens jährliche Prüfung durch befähigte Person
  • Zusätzliche Prüfsachverständigen-Prüfung bei bestimmten Kranarten
  • Prüfnachweise über die gesamte Nutzungsdauer aufbewahren
02 · Kragarmregale

DGUV Regel 108-007, Abschnitt 4.3.1.2

Kragarmregale für Rundmaterial und Langgut müssen so gestaltet sein, dass das Lagergut nicht herausfallen kann, etwa durch ausgerichtete Arme oder zusätzliche Sicherungselemente.

  • Sicherung gegen Herausfallen bei Rundmaterial und Langgut
  • Ausrichtung der Kragarme als Standardlösung
  • Sicherungselemente bei abweichender Geometrie
03 · Verkehrswege

DGUV Regel 108-007, Abschnitt 5.1.4

Lagergut, insbesondere Langgut, darf nicht in Verkehrswege hineinragen, damit Stapler-, Kran- und Fußgängerverkehr auf der Fläche sicher bleibt.

  • Langgut darf Verkehrswege nicht einengen
  • Relevant für Kran- und Staplerverkehr auf der Freifläche
  • WMS kann Lagerzonen mit Sicherheitsabstand hinterlegen
04 · Nutzlastgrenzen

DGUV Regel 108-007, Abschnitt 4.3.5.9

Verfahrbare Lagereinrichtungen mit mehr als 5.000 Kilogramm zulässiger Nutzlast pro Einheit müssen kraftbetrieben sein, zwischen 2.000 und 5.000 Kilogramm reicht eine mechanische Unterstützung.

  • Kraftantrieb ab 5.000 kg Nutzlast pro Einheit Pflicht
  • Mechanische Unterstützung zwischen 2.000 und 5.000 kg
  • Relevant für bewegliche Regale mit Schwergut
05 · Kennzeichnungspflicht

DGUV Regel 108-007, Abschnitt 4.2.7

Regale mit einer Fachlast über 200 Kilogramm oder einer Feldlast über 1.000 Kilogramm müssen die zulässige Belastung dauerhaft und deutlich erkennbar ausweisen, bei Kragarmregalen getrennt je Kragarm und Stütze.

  • Dauerhafte Kennzeichnung der zulässigen Belastung
  • Getrennte Angabe je Kragarm und Stütze
  • Pflicht ab definierten Fach- und Feldlastgrenzen
06 · Witterungseinfluss

DGUV Regel 108-007, Abschnitt 4.1.2.4

Windkräfte im Freien zählen zu den bestimmbaren Horizontalkräften, die bei der Auslegung von Lagereinrichtungen auf Freiflächen berücksichtigt werden müssen, zusätzlich zu Niederschlag und Temperaturwechsel.

  • Windkräfte als bestimmbare Horizontalkraft
  • Relevant für Regal- und Flächenauslegung im Freien
  • Ergänzt um Niederschlags- und Temperatureinfluss auf die Ware

Quellen: Paragraf 14 Abs. 4 BetrSichV, Anlage 3 Abschnitt 1, gesetze-im-internet.de · DGUV Regel 108-007, vbg.de, Stand 2026.

Kosten

Was ein WMS für
Außenlager und Schwergut zusätzlich kostet

Erfahrungswerte von Find-Your-WMS auf Basis der Lizenz- und Wartungsspannen aus der WMS-Kostenanalyse, ergänzt um Zusatzkosten für Freiflächen-Erfassung, Krananbindung und mobile Handheld-Ausstattung. Eigene Berechnung, keine Herstellerpreise.

GrößenklasseModellVorabinvestition oder LizenzZusatzkosten Freifläche/Schwergut
Einstiegein Standort, bis 20 Nutzer, überwiegend Halle mit kleiner FreiflächeSaaS-Abo100 bis 500 € pro Nutzer und Monat3.000 bis 20.000 € einmalig für mobile Handhelds und Flächenkennzeichnung
MittelstandZentrallager mit großer Freifläche und KranbetriebOn-Premise oder SaaS Enterprise50.000 bis 250.000 €20.000 bis 100.000 € für Kranauftragssteuerung und Yard-Erfassung
Enterprisemehrere Standorte, automatisierte KranlogistikOn-Premise, projektspezifisch250.000 bis 600.000 € und mehr100.000 bis 350.000 € und mehr für Yard-Management-Integration und Sensorik

Eigene Kalkulation von Find-Your-WMS auf Basis der Lizenzspannen aus der WMS-Kostenanalyse (On-Premise 10.000 bis 600.000 € und mehr, SaaS 100 bis 500 € pro Nutzer und Monat, Wartung 10 bis 25 Prozent pro Jahr) plus Zusatzkosten für Freiflächen- und Kran-Integration, Stand 2026.

Auswahlprozess

WMS für Baustoffhandel in
sechs Schritten auswählen

01

Freiflächen- und Hallenbestand erfassen

Welche Lagerplätze liegen im Freien, welche in der Halle, und welche Witterungs- und Tragfähigkeitsklassen gelten je Zone.

02

Kran- und Schwerlastprozesse abbilden

Welche Kranarten sind im Einsatz, welche Prüffristen nach Paragraf 14 BetrSichV gelten, und wie sollen Kranaufträge im WMS disponiert werden.

03

Langgut- und Sperrgut-Anforderungen definieren

Welche Artikel benötigen Kragarmregale oder Sondersicherung nach DGUV Regel 108-007, und wie wird die Kommissionierreihenfolge für Bauholz, Rohre und Profile festgelegt.

04

Anbieter mit Freiflächen-Referenzen shortlisten

Nur Anbieter in die engere Auswahl nehmen, die Außenlager-, Yard- oder Kranlogistik-Projekte nachweisen können, nicht nur allgemeine Lagerautomatisierung.

05

Tourenplanung und Saisonalität ins Lastenheft aufnehmen

Schnittstelle zur Baustellenbelieferung und dynamisches Slotting für saisonale Spitzen als Anforderung festschreiben, nicht erst nachträglich ergänzen.

06

Pilotbetrieb auf einer Freifläche, dann Rollout

Eine Freiflächen-Zone zuerst produktiv setzen, Kranintegration und mobile Erfassung im laufenden Betrieb prüfen, danach auf weitere Zonen und Standorte ausrollen.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Was unterscheidet ein WMS für Außenlager von einem klassischen Hallen-WMS?

Ein WMS für Außenlager muss Lagerplätze im Freien mit eigenen Koordinaten, Witterungsklasse und Tragfähigkeitsangabe führen, während ein klassisches Hallen-WMS meist nur Regalfächer unter einem Dach kennt. Witterungseinfluss wie Wind, Niederschlag und Temperaturwechsel wirkt sich laut DGUV Regel 108-007 auf die Auslegung von Lagereinrichtungen im Freien aus und muss bei Platzzuweisung und Sicherung berücksichtigt werden. Ohne diese Differenzierung landet Langgut oder Sperrgut in einer pauschalen Sammelzone statt auf einem gezielt zugewiesenen Platz. Das erschwert sowohl die Bestandsführung als auch die Einhaltung von Sicherheitsabständen zu Verkehrswegen.

Welche Prüfpflichten gelten für Krane im Lager nach der Betriebssicherheitsverordnung?

Nach Paragraf 14 Absatz 4 BetrSichV in Verbindung mit Anlage 3 Abschnitt 1 müssen kraftbetriebene Krane wie Brücken-, Portal- oder Schwenkarmkrane vor der ersten Inbetriebnahme durch einen Prüfsachverständigen und danach mindestens jährlich durch eine zur Prüfung befähigte Person geprüft werden. Bestimmte Kranarten, etwa Turmdrehkrane oder Fahrzeugkrane, benötigen zusätzlich alle vier Betriebsjahre eine Prüfung durch einen Prüfsachverständigen. Prüfaufzeichnungen müssen über die gesamte Verwendungsdauer des Krans aufbewahrt werden. Ein WMS kann diese Fristen je Kran hinterlegen und vor Ablauf automatisch erinnern.

Was schreibt DGUV Regel 108-007 für Kragarmregale mit Langgut vor?

Abschnitt 4.3.1.2 der DGUV Regel 108-007 verlangt, dass Kragarmregale für Rundmaterial und Langgut so gestaltet sind, dass das Lagergut nicht herausfallen kann. Als Lösungen nennt die Regel ausgerichtete Kragarme oder zusätzliche Sicherungselemente, je nach Geometrie der gelagerten Ware wie Rohre, Profile oder Bauholz. Zusätzlich verlangt Abschnitt 5.1.4, dass Langgut nicht in Verkehrswege hineinragen darf, damit Stapler-, Kran- und Fußgängerverkehr sicher bleibt. Ein WMS, das Lagerzonen mit Sicherheitsabstand und Bundlänge verknüpft, unterstützt die Einhaltung beider Vorgaben direkt in der Kommissionierung.

Wie unterscheidet sich Slotting für sperrige und schwere Ware von Kleinteile-Slotting?

Bei Kleinteilen optimiert Slotting meist Laufwege und Lagerdichte für die Kommissionierung per Hand oder Routenzug. Bei sperriger und schwerer Ware wie Paletten-, Sack- oder Langgut-Ware zählen dagegen Zugriffswege für Gabelstapler und Kran mehr als reine Flächendichte, weil Umschlaggeräte Wendekreise und Tragfähigkeitsgrenzen einhalten müssen. DGUV Regel 108-007 legt zusätzlich Nutzlast- und Stapelhöhengrenzen fest, etwa die Pflicht zum Kraftantrieb ab 5.000 Kilogramm Nutzlast pro verfahrbarer Einheit. Ein WMS für Schwergut muss diese Grenzen kennen und darf Plätze nicht allein nach freier Fläche vergeben.

Welche Rolle spielt die Schnittstelle zur Tourenplanung bei der Baustellenbelieferung?

Baustellen müssen laut Herstelleraussagen aus dem Baustoffhandel pünktlich beliefert werden, weil Bauabläufe auf dem Material angewiesen sind. Eine Schnittstelle zwischen WMS und Tourenplanung ordnet Lieferungen festen Zeitfenstern zu und gibt die Kommissionierreihenfolge nach der Stop-Reihenfolge der Tour vor, statt Material unkoordiniert vor der Rampe zu stapeln. Verzögerungen bei der Kommissionierung lassen sich an die Disposition zurückmelden, damit die Tourenplanung reagieren kann. Ohne diese Anbindung bleibt die Abstimmung zwischen Lager und Spedition meist telefonisch und fehleranfällig.

Wie gehen Baustoffhändler mit saisonalen Nachfrageschwankungen im WMS um?

Der Baustoffhandel folgt einem ausgeprägten Saisonmuster mit Schwerpunkt im Frühjahr und Sommer, während die Baustoffindustrie laut BBS und Destatis 2025 ein Produktionswachstum von 1,2 Prozent nach vorherigen Rückgängen von fast 25 Prozent verzeichnete. Ein WMS mit dynamischem Slotting rückt Frühjahrs- und Sommerartikel näher an Rampe und Hof und verlagert Winterware zurück in die Fläche, sobald sich die Nachfrage dreht. Ohne diese Anpassung bleibt das Slotting über das ganze Jahr statisch und blockiert in der Hauptsaison wertvolle Flächen nahe der Rampe. Die Umschichtung soll laufend und nicht nur einmal jährlich erfolgen.

Welche Anbieter haben nachweisliche Erfahrung mit Baustoffhandel und Außenlager?

COSYS beschreibt in eigenen Veröffentlichungen explizit Lösungen für Freiflächen und schwere, sperrige Ware im Baustoffhandel, mit mobiler Bestandsprüfung ohne Suche über den Hof. proLogistik weist mit dem Referenzprojekt für das Nowebau-Zentrallager ein 80.000 Quadratmeter großes Baustoff-Zentrallager mit 10.000 Palettenplätzen nach. Andere Anbieter wie SAP EWM oder SSI Schäfer WAMAS bieten allgemeine Yard- beziehungsweise Materialfluss-Bausteine, ohne auf der eigenen Produktbeschreibung spezifisch den Baustoffhandel zu nennen. Der Anbietervergleich oben ordnet acht Systeme nach genau diesem Kriterium ein.

Was kostet die Integration von Kranlogistik und Yard-Management zusätzlich zur normalen WMS-Lizenz?

Zur normalen WMS-Lizenz, die je nach Modell zwischen 100 und 500 Euro pro Nutzer und Monat bei SaaS oder 10.000 bis 600.000 Euro und mehr bei On-Premise liegt, kommen bei Freiflächen- und Schwergut-Anforderungen Zusatzkosten für mobile Erfassung, Kranauftragssteuerung und Yard-Integration hinzu. Nach Erfahrungswerten von Find-Your-WMS liegen diese je nach Größenklasse zwischen 3.000 Euro im Einstiegsbereich und 350.000 Euro oder mehr bei automatisierten Enterprise-Standorten mit mehreren Kranen. Die genaue Höhe hängt stark davon ab, ob bereits eine Kransteuerung vorhanden ist, die nur angebunden werden muss, oder ob Sensorik und Yard-Erfassung komplett neu aufgebaut werden. Verlässliche Zahlen liefert erst ein konkretes Anforderungsprofil.

Welche Lagergüter zählen typischerweise zu Langgut und Sperrgut im Baustoffhandel?

Zum Langgut zählen vor allem Bauholz, Rohre und Profile, die wegen ihrer Länge Kragarmregale oder spezielle Lagerzonen benötigen. Sperrgut umfasst zusätzlich Möbel sowie Mischsortimente aus Paletten- und Sackware, die zwar nicht lang, aber sperrig und oft schwer sind. COSYS listet für den Baustoffhandel laut eigener Darstellung Palettenware, Sackgut, Schüttgut, Profile und Plattenmaterial als typisches Sortiment. Ein WMS muss für beide Gruppen unterschiedliche Lagerlogiken kennen, weil Langgut vor allem Längen- und Abstandsregeln braucht, Sperrgut dagegen vor allem Gewichts- und Stapelgrenzen nach DGUV Regel 108-007.

Wie unterscheidet sich diese Seite von der bestehenden Seite WMS für Großhandel?

Die Seite WMS für Großhandel behandelt Chargenführung, FEFO-Auslagerung, Cross-Docking und EDI-Anbindung für Großhandel und FMCG-Distribution, ohne auf Außenlager, Kranlogistik oder Langgut einzugehen. Im Fokus stehen stattdessen ausschließlich Freiflächen- und Yard-Management, Schwerlasttransport per Kran, Langgut- und Sperrgut-Kommissionierung, Baustellenbelieferung über die Tourenplanung sowie saisonale Nachfrageschwankungen im Baustoffhandel. Wer allgemeine Großhandelsprozesse wie EDI oder Chargenführung sucht, findet sie auf der anderen Seite, wer die Freiflächen- und Schwergut-Tiefe des Baustoffhandels sucht, ist hier richtig. Beide Seiten ergänzen sich, ohne sich inhaltlich zu überschneiden.

Welche gesetzlichen Vorgaben gelten für die Kennzeichnung von Lagereinrichtungen mit Schwerlast?

DGUV Regel 108-007 verlangt in Abschnitt 4.2.7, dass Regale mit einer Fachlast über 200 Kilogramm oder einer Feldlast über 1.000 Kilogramm die zulässige Belastung dauerhaft und deutlich erkennbar ausweisen müssen. Bei Kragarmregalen, die typischerweise für Langgut im Baustoffhandel genutzt werden, muss die Kennzeichnung getrennt je Kragarm und Stütze erfolgen, nicht als pauschale Fach- oder Feldlast. Zusätzlich gilt für verfahrbare Lagereinrichtungen ab 5.000 Kilogramm zulässiger Nutzlast pro Einheit eine Pflicht zum Kraftantrieb nach Abschnitt 4.3.5.9. Ein WMS kann diese Grenzwerte je Lagerplatz hinterlegen und bei Überschreitung automatisch eine Einlagerung blockieren.

Wie lange dauert die Einführung eines WMS für Außenlager und Schwergut?

Die Einführungsdauer hängt stark davon ab, ob eine bestehende Kransteuerung nur angebunden wird oder ob Yard-Erfassung und Flächenkennzeichnung komplett neu aufgebaut werden. Bei einer SaaS-Lösung mit überwiegender Hallenlogistik und kleiner Freifläche sind einige Wochen bis wenige Monate realistisch, bei einem Zentrallager mit mehreren Kranen und großer Freifläche eher sechs bis zwölf Monate oder länger. Ein Pilotbetrieb auf einer Freiflächen-Zone vor dem Rollout auf weitere Standorte verkürzt das Risiko, verlängert aber die Gesamtprojektlaufzeit etwas. Genaue Zeitpläne liefert erst das konkrete Lastenheft.

Welche Rolle spielt mobile Erfassung bei der Bestandsführung auf der Freifläche?

Mobile Handhelds lösen auf Freiflächen das Problem, dass Mitarbeitende sonst über den gesamten Hof suchen müssen, um Bestand zu prüfen oder Ware zu finden. Barcode-Scans bei Einlagerung, Umlagerung und Auslagerung verknüpfen jeden Lagerplatz direkt mit dem Artikel, auch bei Funklöchern auf dem Hof dank offline-fähiger Erfassung. COSYS beschreibt diesen Anwendungsfall laut eigener Darstellung explizit für den Baustoffhandel, mit gestaffelten Teilinventuren statt einer Ganztagsinventur, weil schwere und sperrige Ware das Zählen erschwert. Ohne mobile Erfassung bleibt die Bestandsführung auf großen Freiflächen in der Praxis ungenau.

Matching starten

Das richtige WMS für
Außenlager und Schwergut.

Das WMS-Matching gleicht Ihr Anforderungsprofil für Freiflächen-Verwaltung, Kranlogistik und Langgut-Kommissionierung strukturiert mit Anbietern ab, die das nachweisbar beherrschen. Das Selection Portal dokumentiert Anforderungen, Anbieterkontakt und Entscheidung durchgängig, mit IT-Systemlandschaft und direktem Anbieterkontakt statt Bewertungsportal-Logik.