WMS für Kosmetik und Drogerie.
MHD, Chargen und Anbieter im Auszug.
Ein WMS für Kosmetik und Drogerie muss Mindesthaltbarkeitsdatum und Charge je Artikel führen, Restlaufzeiten bei Wareneingang und Auslieferung prüfen und Chargen rückverfolgen können, wie es die EU Kosmetikverordnung verlangt. Das gilt besonders für Hersteller, Händler und Logistikdienstleister im DACH-Raum, die Filialen und Onlineshops aus einem Lager versorgen. Legen Sie Mindest-Restlaufzeiten je Kunde fest und lassen Sie sich zeigen, wie das System sie bei der Kommissionierung prüft.
Haltbarkeit, Charge und kleine Stückzahlen
bestimmen das Lager.
Kosmetik und Drogerieartikel sind kleinteilig, chargengeführt und zeitkritisch: Jede Verpackung trägt eine Chargennummer, und bei einer Mindesthaltbarkeit von höchstens 30 Monaten zusätzlich ein Mindesthaltbarkeitsdatum (Art. 19 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009). Ein Lager für diese Ware muss beides je Lagerplatz führen, sonst lassen sich weder Restlaufzeiten steuern noch Rückrufe eingrenzen. Der Markt wächst: Schönheitspflegemittel erreichten in Deutschland 2024 einen Umsatz von 16.948 Mio. Euro und 2025 von 18.012 Mio. Euro (IKW, Stand 12/2025).
Ohne chargengenaues WMS
- MHD und Charge stehen nur auf dem Karton oder in einer Tabelle. Bei einem Rückruf wird von Hand gesucht, welche Filialen und Kunden die Charge erhalten haben.
- Die Entnahme folgt dem Lagerplatz statt dem Ablaufdatum. Kurz datierte Ware bleibt liegen, bis sie abgeschrieben werden muss.
- Filialen und Onlinekunden erhalten Ware mit unterschiedlicher Restlaufzeit, ohne dass jemand die Vorgaben je Kunde prüft.
- Aerosole, Parfüm und andere Gefahrstoffe lagern neben normaler Ware, die Mengen je Lagerabschnitt werden nicht überwacht.
- Kleine Bestellungen mit wenigen Stück verursachen lange Wege, weil Zonen und Behälter nicht auf Kleinteile ausgelegt sind.
Mit WMS für Kosmetik und Drogerie
- MHD und Charge sind Pflichtfelder im Wareneingang. Die Zuordnung zu Lagerplatz, Lieferschein und Kundenlieferung ist dokumentiert und abfragbar.
- Das System schlägt die Ware mit dem kürzesten zulässigen Ablaufdatum vor (FEFO, First Expired First Out) und sperrt abgelaufene oder gesperrte Chargen.
- Mindestrestlaufzeiten lassen sich je Kunde, Kanal oder Filiale hinterlegen und werden bei der Reservierung geprüft.
- Gefahrstoffkennzeichen am Artikel steuern Lagerbereich und Mengenüberwachung für Aerosole.
- Kleinteilzonen, Mehrauftragskommissionierung und Behälterlogik halten die Wege kurz, auch bei vielen Positionen mit nur einem Stück.
Quellen: IKW Marktzahlen 2025, Lebensmittel Praxis, 19.01.2024 nach IKW und GfK, Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Stand 10/2026.
Was die Kosmetikverordnung und das Gefahrstoffrecht
vom Lager verlangen.
Die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 regelt kosmetische Mittel in der EU und knüpft an Charge, Kennzeichnung und Lieferkette konkrete Pflichten. Sie nennt kein Warehouse-Management-System, aber sie bestimmt, welche Daten ein Lager liefern können muss. Welche Rolle ein Unternehmen im Sinne der Verordnung hat, entscheidet nicht die Software, sondern die rechtliche Einordnung. Klären Sie sie vor der Auswahl mit Ihrer verantwortlichen Person oder Rechtsberatung.
Kennzeichnung mit Charge und MHD
Behältnis und Verpackung tragen unter anderem die Chargennummer (Buchstabe e) und das Mindesthaltbarkeitsdatum (Buchstabe c) als Monat und Jahr oder Tag, Monat und Jahr.
- Bei einer Mindesthaltbarkeit von mehr als 30 Monaten entfällt das MHD, stattdessen gilt die Angabe der sicheren Verwendungsdauer nach dem Öffnen
- WMS Folgerung: MHD pflichtig ist ein Artikelmerkmal, die Charge gilt für alle Artikel
Prüfung durch den Händler
Händler prüfen vor der Bereitstellung, ob die Kennzeichnung nach Art. 19 Abs. 1 Buchstaben a, e und g sowie Abs. 3 und 4 vorliegt, die Sprachanforderung erfüllt ist und das Mindesthaltbarkeitsdatum gegebenenfalls nicht abgelaufen ist.
- Im Wareneingang prüfbar: Chargennummer vorhanden, MHD nicht abgelaufen
- Abweichungen gehören in einen Sperrbestand mit Grund und Zeitstempel
Lieferkette drei Jahre nachvollziehen
Auf Anforderung der zuständigen Behörden benennen verantwortliche Personen die belieferten Händler und Händler ihre Lieferanten und Abnehmer. Die Pflicht gilt drei Jahre ab dem Zeitpunkt, zu dem die Charge dem Händler zur Verfügung gestellt wurde.
- Das WMS sollte je Charge Lieferant, Wareneingang und Kundenlieferung über diesen Zeitraum abfragbar halten
- Archivierungsregeln und Löschkonzept mit dem Datenschutz abstimmen
Rücknahme und Rückruf
Bei Nichtkonformität ergreift die verantwortliche Person Korrekturmaßnahmen bis zur Rücknahme oder zum Rückruf (Art. 5 Abs. 2). Händler informieren bei einem Risiko die verantwortliche Person und die Behörden unverzüglich (Art. 6 Abs. 3).
- Gefordert ist eine schnelle Antwort auf die Frage, wo welche Charge liegt und an wen sie ging
- Sperren, Rücknahmeauftrag und Dokumentation sollten im System in einem Vorgang möglich sein
Lagerbedingungen und Produktinformationsdatei
Solange ein Mittel in der Verantwortung des Händlers ist, dürfen Lagerung und Transport die Übereinstimmung mit der Verordnung nicht beeinträchtigen (Art. 6 Abs. 4). Die Produktinformationsdatei hält die verantwortliche Person zehn Jahre nach dem Inverkehrbringen der letzten Charge bereit (Art. 11 Abs. 1).
- Lagerbereiche mit Temperaturvorgaben und Sperrzonen im WMS abbilden
- Die Produktinformationsdatei führt die verantwortliche Person, das WMS liefert nur Chargen und Bewegungsdaten dazu
Lagerung und Transport von Aerosolen
Der DGUV Fachbereich AKTUELL FBHL-022 (Stand 23.08.2021, auf Basis der TRGS 510 in der Fassung vom 16.02.2021) nennt für Aerosolpackungen in Verkaufsstellen Schwellen von 20 kg oder 50 Stück und 200 kg oder 500 Stück. Im ADR 2025 gilt UN 1950 Druckgaspackungen als Klasse 2 mit der Sondervorschrift 190 gegen unbeabsichtigtes Entleeren.
- Das WMS braucht Gefahrstoffmerkmale am Artikel und Mengenüberwachung je Lagerabschnitt
- Die Einstufung je Produkt und die Zusammenlagerung klärt Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit oder Ihr Gefahrgutbeauftragter
Quellen: Verordnung (EG) Nr. 1223/2009, Artikel 4 bis 7, 11 und 19, Text geprüft Stand 10/2026. DGUV FBHL-022, Stand 23.08.2021. BAM Gefahrgutdatenbank, UN 1950 ADR 2025. Keine Rechtsberatung.
Sechs Funktionen, die ein Kosmetik-WMS
im Alltag tragen.
Ein Kosmetik-WMS ist vor allem ein chargen und datumsgeführtes Lagersystem mit Kleinteillogik. Die folgenden sechs Funktionen decken die Anforderungen aus Recht, Handel und Onlineversand ab. Welche davon ein System im Standard mitbringt und welche als Zusatzmodul oder Anpassung kommen, unterscheidet sich je Anbieter und gehört in jede Demo. Die Übersicht der Gesamtfunktionen finden Sie unter WMS Funktionen.
Ablaufdaten führen und prüfen
Das System erfasst das Mindesthaltbarkeitsdatum im Wareneingang und vergleicht es mit einer hinterlegten Mindestrestlaufzeit.
- MHD Pflicht je Artikel, auch für Artikel ohne MHD wegen 30 Monaten
- Prüfung der Restlaufzeit beim Wareneingang und bei der Reservierung
- Sperrung abgelaufener Ware und Auswertung kurz datierter Bestände
Chargen vom Wareneingang bis zum Kunden
Jede Bewegung bleibt einer Charge zugeordnet. Das ist die Grundlage für Art. 7 der Verordnung und für jeden Rückruf.
- Chargennummer als Pflichtangabe bei Einlagerung, Umlagerung und Auslieferung
- Rückwärts und Vorwärtsverfolgung: Von der Charge zu Kunden und Filialen und zurück zum Lieferanten
- Chargenreine Lagerplätze oder gemischte Plätze mit klarer Trennung
Viele Positionen, wenige Stück
Kosmetikaufträge bestehen häufig aus vielen Artikeln mit einem oder zwei Stück. Die Kommissionierlogik entscheidet über die Wegezeit.
- Kleinteilzonen mit Behältern, Fachböden oder Durchlaufregalen
- Mehrauftragskommissionierung und Sortierung nach dem Pick
- Anbindung von Schiebe, Förder und Sortiertechnik je Automatisierungsgrad
Zwei Kanäle aus einem Bestand
Filialen erwarten Paletten oder Rollcontainer in Ladenreihenfolge, Onlinekunden Einzelpakete mit Beilagen. Beides greift auf denselben Chargenbestand zu.
- Kanalbezogene Restlaufzeitvorgaben und Reservierungen
- Filialkommissionierung nach Ladenlayout und Rollcontainerbildung
- Versandvorbereitung für Paket und Spedition mit Gefahrgutdaten
Aerosole und entzündbare Produkte
Aerosole, Nagellack und Parfüm sind Gefahrstoffe. Das Lager muss sie getrennt führen und mengenmäßig überwachen können.
- Gefahrstoffmerkmale am Artikel und am Lagerplatz
- Mengenüberwachung je Lagerabschnitt mit Warnung bei Schwellenwerten
- Gefahrgutdaten für Paketversand und Spedition (UN 1950, begrenzte Menge)
Sperren, Rückholen, Prüfen
Ein Rückruf und eine Kundenretoure sind zwei Seiten derselben Frage: Wo ist die Charge und darf sie wieder in den Verkauf.
- Chargensperre mit Auswirkung auf alle offenen Aufträge
- Retourenprüfung vor der Wiedereinlagerung, zum Beispiel Sichtkontrolle und Entscheidung Verkauf oder Vernichtung
- Dokumentation für Behörden und verantwortliche Person
Anforderung, Prüffrage und Fehlerbild
in einer Übersicht.
Die Tabelle übersetzt sieben Anforderungen in Prüffragen für die Anbieterdemo. Sie ist keine Bewertung einzelner Systeme, sondern eine Checkliste, die Sie mit jedem Anbieter gleich durchgehen. Alle Fragen lassen sich mit Beispieldaten aus Ihrem Sortiment beantworten lassen, etwa mit einem Artikel ohne MHD, einem Aerosol und einer Charge mit zwei Lieferanten.
| Funktion | Bereich | Bezug | Was das WMS tun muss | Prüffrage in der Demo | Fehlerbild ohne Funktion |
|---|---|---|---|---|---|
| MHD Pflicht je ArtikelArtikelstamm | Wareneingang | Art. 19 Abs. 1 Buchst. c | MHD bei Artikeln mit Datum erzwingen, bei Artikeln über 30 Monaten Haltbarkeit nicht verlangen, Charge immer führen | Lässt sich MHD pflichtig je Artikel steuern und gibt es ein Feld für die Verwendungsdauer nach dem Öffnen? | Pflichtfeld blockiert den Wareneingang oder fehlt ganz |
| Chargenführung bis zum KundenBewegungsdaten | Recht | Art. 7 | Charge je Bewegung speichern und Lieferant, Wareneingang und Abnehmer verknüpfen | Wie lange und in welchem Format sind Chargenbewegungen auswertbar, und wie sieht die Abfrage aus? | Rückverfolgung nur über Lieferscheine in Papier oder Tabellen |
| FEFO ReservierungBestandsführung | Bestand | Prozess | Ware mit dem kürzesten zulässigen Ablaufdatum zuerst reservieren, abgelaufene Ware ausschließen | Lässt sich FEFO je Kunde oder Kanal abschalten oder verändern? | Kurz datierte Ware bleibt liegen, lange datierte Ware geht zuerst raus |
| Mindestrestlaufzeit je KundeAuftragsabwicklung | Auftrag | Kundenvorgabe | Restlaufzeitvorgabe je Filiale, Kette oder Kanal hinterlegen und bei Reservierung prüfen | Wo wird die Vorgabe gepflegt und was passiert, wenn kein Bestand die Vorgabe erfüllt? | Reklamationen durch zu kurze Restlaufzeit in der Filiale |
| Sperren und RückrufQualität | Recht | Art. 5 und 6 | Charge sperren, offene Aufträge anhalten, betroffene Kunden und Bestände auflisten | Können Sie live eine Charge sperren und die betroffenen Kunden in einer Liste exportieren? | Rückrufumfang bleibt unklar, Behörden warten auf Auskunft |
| GefahrstoffkennungLagerplatzlogik | Bestand | TRGS 510, ADR | Gefahrstoffmerkmale am Artikel, Lagerbereiche mit Mengenobergrenzen, Gefahrgutdaten im Versand | Kann das System Mengen je Lagerabschnitt überwachen und Aerosole getrennt lenken? | Aerosole lagern frei und werden ohne Gefahrgutdaten verschickt |
| Kleinteil und MehrauftragKommissionierung | Auftrag | Prozess | Kleinteilzonen, Mehrauftragskommissionierung und Behälterlogik für viele Ein Stück Positionen | Wie viele Aufträge lassen sich gleichzeitig kommissionieren und wie läuft die Sortierung? | Hohe Wegezeit je Auftragszeile, Wartezeiten am Packplatz |
Die Zuordnung zu Bereichen ist eine redaktionelle Einteilung von Find-Your-WMS, die Rechtsbezüge stammen aus der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 und den Technischen Regeln für Gefahrstoffe. Stand 10/2026.
15 Anbieter im Auszug,
alphabetisch und ohne Ranking.
15 WMS Anbieter kommen in Frage, deren Herstellerangaben oder Dokumentation Chargen, Ablaufdaten, Retail oder Kosmetik ausdrücklich ansprechen. Auswahlprinzip: Passung zum Branchenthema laut Hersteller, Bezug zum DACH Markt als redaktionelles Kriterium und alphabetische Reihenfolge. Die Reihenfolge ist keine Wertung. Zu jedem Anbieter steht, was der Hersteller belegt und was Sie in der Demo prüfen sollten. Weitere Systeme finden Sie im Katalog und im WMS Anbietervergleich.
| Anbieter | Einordnung | Preis ab | Belegt laut Hersteller | Bezug zu Retail oder Kosmetik | In der Demo prüfen | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Blue Yonder Warehouse ManagementCloud-WMS, gegründet 1985 als JDA Software, Scottsdale (Arizona), Tochter von Panasonic | Enterprise | auf Anfrage | Der Hersteller nennt robuste Lot und Datumskontrolle, vereinfachte Rückrufabwicklung und systemgesteuerte Zyklenzählung | SaaS Lösung für Hersteller, Händler, Distributoren und Logistikdienstleister, Click and Collect über Hubs erwähnt | Restlaufzeitsteuerung und Filialnachschub nennt der Hersteller nicht | Zum Profil → |
| Generix WMS (SOLOCHAIN)Generix Group, Sitz Lesquin (Frankreich) | Mittelstand bis Enterprise | auf Anfrage | Charge, Ablaufdatum oder Seriennummer im Wareneingang, dazu Artikelrückverfolgung und Rückrufberichte, als On Premises oder SaaS | Retail ist als Auftragstyp neben Großhandel und E-Commerce genannt, Kosmetik nennt der Hersteller nicht | Branchenspezifische Prozesse für Kosmetik und Präsenz im DACH Raum erfragen | Zum Profil → |
| Hardis WMS (Reflex)Hardis Supply Chain, Reflex WMS wird heute als Hardis WMS geführt | Mittelstand bis Enterprise | auf Anfrage | Eine Branchenseite für Pharma und Kosmetik nennt Chargen und Ablaufdaten als Lagerparameter und durchgängige Rückverfolgbarkeit | Kommissionierung für verschiedene Vertriebskanäle, Cross Docking und Kitting, für Filialen die Anwendung Reflex In Store Logistics (Pressemitteilung 02/2017) | Rückruf wird auf der Branchenseite nicht erwähnt, Support und Referenzen im deutschsprachigen Raum erfragen | |
| JTL-WMSJTL-Software GmbH, Hückelhoven, E-Commerce Software mit JTL-Wawi | KMU und E-Commerce | laut Herstellerpreisliste prüfen | Der JTL-Guide beschreibt: Das MHD mit der kürzesten Haltbarkeitsdauer wird zuerst reserviert, abgelaufene MHD nicht. Chargen und MHD werden nur abgefragt, wenn der Lagerplatz sie nicht eindeutig bestimmt | Setzt JTL-Wawi und ein WMS Lager voraus, Zielgruppe laut Hersteller Handel mit Schwerpunkt E-Commerce und Multichannel | Kundenspezifische Restlaufzeiten und Rückrufauswertungen sind in der Dokumentation nicht beschrieben | Zum Profil → |
| KNAPP KiSoft WMSKNAPP AG, Hart bei Graz (Österreich), gegründet 1952, Intralogistik | Enterprise | auf Anfrage | KiSoft WMS auch als KiSoft@Cloud, daneben SAP EWM by KNAPP, Betrieb on premise, in der Cloud oder hybrid | KNAPP nennt über 40 Jahre Erfahrung bei Retail und Kosmetik und Kommissionierung nach Filiallayout mit vorsortierter Ware | Funktionen zu Chargen und MHD sind in den Produktbeschreibungen nicht beschrieben | Zum Profil → |
| Körber WMS (heute Infios)Körber Supply Chain Software, laut Infios Seite heute Infios | Enterprise | auf Anfrage | Eine ältere Produktbroschüre listet Lot Control, Chargenkommissionierung und QC Hold and Release | Retail und Großhandel sind als Branchen genannt, Beauty oder Kosmetik nicht | Aktuellen Funktionsumfang unter dem Namen Infios Warehouse Management und Rückrufprozesse prüfen | Zum Profil → |
| LFS (Ehrhardt + Partner)Ehrhardt + Partner Group (EPG), Boppard Buchholz, rund 1.000 Beschäftigte laut Hersteller | Mittelstand bis Enterprise | auf Anfrage | Der Hersteller nennt MHD Abwicklung im Bereich Lebensmittel und Chargenrückverfolgbarkeit im Bereich Chemie, Pharma und Healthcare | Multi-Order-Picking für Retail und E-Commerce, Barcode und RFID Scanning gegen Pickfehler | Ob MHD und Chargenführung für Kosmetik im Standard zusammen laufen, im Gespräch klären | Zum Profil → |
| Manhattan Active Warehouse ManagementManhattan Associates, gegründet 1990, Atlanta (Georgia) | Enterprise | auf Anfrage | Cloud nativ mit neuen Funktionen alle 90 Tage, der Hersteller nennt Lot Management und perishable fast flow | Retail, Direct to Consumer, Consumer Goods und Life Sciences sind als Branchen aufgeführt, Beauty nicht | Ablaufdatum Logik, FEFO und Restlaufzeitvorgaben je Kunde beispielhaft vorführen lassen | Zum Profil → |
| Microsoft Dynamics 365 Supply Chain ManagementERP Anwendung von Microsoft mit Warehouse-Management-Modul | Mittelstand bis Enterprise | auf Anfrage | Die Dokumentation beschreibt Wellen, eine mobile App und GS1 Barcodes mit Charge und Ablaufdatum, Bestandsstatus halten nicht verkaufbare Ware aus der Zuteilung | Die Planungsoptimierung berücksichtigt Haltbarkeit bei der Bedarfsplanung (allgemein verfügbar seit 30.06.2022) | Tiefe der Chargenführung und Rückrufauswertung im Lagermodul prüfen, nicht mit der schlanken Bestandsverwaltung verwechseln | |
| Oracle Fusion Cloud Warehouse ManagementTeil von Oracle Fusion Cloud Supply Chain and Manufacturing | Enterprise | auf Anfrage | Laut Release 23D: Lots und Ablaufdatum im mobilen Wareneingang, Ablaufdatum aus dem Herstellungsdatum berechnet, Prüfung abgelaufener Ladungsträger, FEFO für Mehrartikel Ladungsträger | Oracle empfiehlt das Modul für große, hochvolumige oder komplexe Distributionszentren, einfachere Standorte mit leichteren Funktionen | Die Bezeichnung WMS Cloud nutzt Oracle nicht, Kosmetikbezug ist nicht belegt | Zum Profil → |
| prologistik WMSproLogistik Group, Dortmund | Mittelstand bis Enterprise | auf Anfrage | Die Retail Broschüre führt Mindesthaltbarkeitsdatum, Chargen, MHD Abwicklung und Chargenrückverfolgung als Funktionen auf | Cross Docking, Mehrlager und Mehrmandantenfähigkeit, Anbindung automatischer Lager, Kosmetik nicht als Branche genannt | Die Broschüre führt MHD und Chargen als Zusatzfunktionen, daher Standard oder Zusatzmodul klären | Zum Profil → |
| PSIwmsPSI Logistics, Teil der PSI Software SE | Enterprise | auf Anfrage | Der Hersteller nennt Betrieb als Hosting, SaaS oder On Premise für kleine bis große komplexe Lager | Einsatz in produktionsnahen Lagern, Versandlägern und Distributionszentren, Branchen sind nicht aufgeführt | Chargen und MHD Logik beschreibt der Hersteller nicht, Funktionsnachweis in der Demo verlangen | Zum Profil → |
| SAP Extended Warehouse ManagementSAP, gegründet 1972, Lagerverwaltung im SAP Umfeld | Enterprise | auf Anfrage | Die SAP Dokumentation beschreibt die Prüfung von Mindesthaltbarkeits oder Verfallsdatum gegen die minimale Restlaufzeit im Wareneingang und eine Monitor Sicht auf nicht mehr regulär entnehmbare Bestände | Der Hersteller nennt Lager mit hohem Warenaufkommen, auch in der Cloud, Drogerie oder Kosmetik werden nicht genannt | Kundenspezifische Restlaufzeitregeln für Filialen und Umfang von Standard und Anpassung prüfen | Zum Profil → |
| SSI Schäfer WAMASSSI Schäfer, Softwarestandorte Neunkirchen (Deutschland) und Friesach (Österreich) | Enterprise | auf Anfrage | WAMAS deckt WMS, WCS und Materialflusssteuerung ab, laut Hersteller vom Fraunhofer IML validiert | Eine Marktseite Pharma und Kosmetik beschreibt viele SKUs, Saisonspitzen, Proben als Mehrwertdienst sowie automatisierte Kommissionierung mit Shuttles und Robotik | Chargen und MHD werden auf der Kosmetikseite nicht erwähnt, Funktionsumfang und Projektansatz klären | Zum Profil → |
| XentralXentral ERP Software GmbH, Augsburg | KMU und E-Commerce | auf Anfrage | Die Hilfe beschreibt MHD je Artikel aktivierbar, Erfassung per Scan im Wareneingang, ein Modul Best before warning und eigene Chargenverwaltung | ERP für Händler mit 1 bis 50 Mio. Euro Umsatz, Bestände synchron zu Verkaufskanälen nach Angaben des Herstellers | Der GS1 Wareneingang ist laut Hilfeartikel im Beta Status, eine Reservierung nach kürzestem MHD ist im Artikel nicht beschrieben | Zum Profil → |
Auszug, kein Marktüberblick: Von 15 Anbietern in diesem Auszug haben 13 ein Katalogprofil, für Hardis WMS und Microsoft Dynamics 365 Supply Chain Management besteht in diesem Auszug kein Profil. Aussagen beruhen auf Angaben der Hersteller, Produktdokumentation und Pressemitteilungen, Stand 10/2026, und wurden nicht unabhängig geprüft. Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht. Einordnung der Einsatzfelder ist eine redaktionelle Zuordnung. Preise nennen die Anbieter überwiegend nur auf Anfrage. Gründungsjahre und Sitze nur, wo der Hersteller oder eine allgemeine Quelle sie nennt.
Sechs Kriterien für die Auswahl,
ohne Rangfolge.
Die Auswahl eines WMS für Kosmetik und Drogerie folgt Ihren Prozessen, nicht einer Bestenliste. Die sechs Kriterien sind gleich gewichtet dargestellt, Sie gewichten sie mit Ihrem Team neu. Eine Vorlage für die Anforderungen finden Sie im WMS Lastenheft, den Ablauf der Auswahl beschreibt der Leitfaden WMS Software auswählen.
Chargen und MHD im Standard
Funktion oder Zusatzmodul?
Klären Sie, ob MHD Pflicht je Artikel, Chargenführung und Restlaufzeitprüfung im Grundumfang liegen oder eigene Module sind.
- Beispiel in der Demo: Artikel mit und ohne MHD
- Chargen bei Umlagerung und Retoure erhalten
Auskunft in Minuten
Rückruf als Test
Lassen Sie eine Charge sperren und die betroffenen Kunden exportieren. Die Zeit bis zur Liste ist ein aussagekräftiges Maß.
- Vorwärts und Rückwärtsverfolgung
- Archivierung über die Fristen hinaus planen
Filiale und Onlineshop
Zwei Kundenprofile
Prüfen Sie Restlaufzeitvorgaben je Kunde, Rollcontainerbildung nach Ladenlayout und Paketversand aus demselben Bestand.
- Reservierung je Kanal
- Retouren aus dem Onlineshop sauber trennen
Kleinteil und Gefahrstoff
Tiefe der Lagerlogik
Viele Ein Stück Positionen und Aerosole verlangen Kleinteilzonen, Mehrauftragskommissionierung und Mengenüberwachung.
- Mengenschwellen je Lagerabschnitt
- Gefahrgutdaten im Versand
ERP und Schnittstellen
Integrationsaufwand
Das WMS tauscht Artikel, Aufträge und Bestände mit ERP, Shop und Filialsystemen aus. Hier entstehen häufig die meisten Kosten.
- Standardschnittstelle oder Projekt
- Lieferavis und GS1 Daten des Herstellers
Betriebsmodell und Wachstum
Cloud, hybrid oder on premise
Betrieb, Lizenzmodell und Skalierung entscheiden, ob das System zu Ihrer Saison und zu Ihrem Wachstum passt.
- Abrechnung nach Nutzern, Standorten oder Transaktionen
- Vertragslaufzeit und Ausstiegsklauseln
Vier Schnittstellen, an denen
Kosmetik Projekte hängen.
Ein WMS für Kosmetik und Drogerie arbeitet nie allein: Es erhält Artikel und Aufträge aus dem ERP, liefert Bestände an Shops und Marktplätze und gibt Versand und Filialdaten weiter. Die Qualität dieser Schnittstellen entscheidet über Datenqualität bei MHD und Charge. Grundlagen zur Anbindung finden Sie unter WMS und ERP Integration.
Stammdaten, Aufträge, Bestände
- Artikelmerkmale wie MHD pflichtig und Gefahrstoffkennzeichen müssen im ERP geführt und übergeben werden
- Wareneingangsdaten mit Charge und MHD fließen zurück
- Abstimmung der Bestandsführung zwischen ERP und WMS vorab festlegen
Verfügbarkeit nach Restlaufzeit
- Bestandsmeldungen an Shops sollten die Restlaufzeit berücksichtigen
- Retourenstatus und Wiedereinlagerung an den Shop melden
- Gefahrgutkennzeichen für Aerosole in der Versandabwicklung
Lieferavis und Filialbelieferung
- Elektronisches Lieferavis mit Charge und MHD nach Kundenvorgabe
- Rollcontainer und Paletten in Ladenreihenfolge
- Rückholung bei Rückruf über die Filiale
Paket, Stückgut, Gefahrgut
- Anbindung von Paketdienst und Spedition für Etiketten und Tracking
- Gefahrgutdaten für UN 1950 Druckgaspackungen im Versand
- Dokumente für Zoll und Export bei Lieferungen außerhalb der EU
Was die Kosten eines Kosmetik-WMS
bestimmt.
Die Kosten eines WMS für Kosmetik und Drogerie hängen von Nutzerzahl, Chargenlogik, Schnittstellen und Automatisierung ab, nicht von der Branche allein. Die meisten Anbieter veröffentlichen keine Preise, daher nennt dieser Abschnitt Kostentreiber und keine Preisspannen. Zahlen zum Aufbau von Lizenz, Einführung und Betrieb finden Sie in unserem Ratgeber WMS Kosten.
| Kostentreiber | Wirkung auf den Preis | Was Sie vorab klären |
|---|---|---|
| LizenzmodellNutzer, Standort, Transaktion | hoch | Wie wird gezählt und wie wirken sich Saisonspitzen aus? |
| Chargen und MHD TiefeStandard oder Zusatzmodul | mittel bis hoch | Welche der Funktionen aus der Funktionstabelle sind im Angebot enthalten? |
| SchnittstellenERP, Shop, Filiale, Spedition | hoch | Standardschnittstelle oder individuelle Entwicklung, wer pflegt sie? |
| AutomatisierungFörder, Shuttle, Sortiertechnik | sehr hoch | Rechnet sich der Grad der Automatisierung bei Ihrem Sortiment an Kleinteilen? |
| HardwareScanner, Drucker, Terminals | mittel | GS1 Etiketten, Mobilgeräte und Etikettendrucker für Chargen |
| DatenmigrationArtikelstamm, Chargen, Bestände | mittel | MHD und Charge je Bestandsposition vor dem Start sauber erfassen |
| Betrieb und WartungCloud oder On Premise | mittel | Wartungsanteil, Updates und Verfügbarkeit in der Hochsaison |
Qualitative Einordnung von Find-Your-WMS, keine Herstellerangabe und keine Preise. Preise nennen die Anbieter auf Anfrage.
Zwei Beispielrechnungen mit
eigenen Annahmen.
Das folgende Rechenbeispiel stammt von Find-Your-WMS. Alle Eingangswerte sind frei gewählte Annahmen und keine Marktdaten. Sie zeigen die Rechenlogik, damit Sie mit Ihren eigenen Zahlen rechnen können. Preise von WMS Anbietern enthält das Beispiel nicht.
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Annahmen Zeitaufwand150 Wareneingangspositionen je Tag, 250 Arbeitstage | Pro Position werden MHD und Charge erfasst: 45 Sekunden manuell oder 12 Sekunden per Scan | Annahmen |
| Erfassung manuellTag | 150 × 45 Sekunden = 6.750 Sekunden = 112,5 Minuten | 1,875 Stunden |
| Erfassung per ScanTag | 150 × 12 Sekunden = 1.800 Sekunden = 30 Minuten | 0,5 Stunden |
| Differenz im JahrZeitaufwand | (1,875 Stunden minus 0,5 Stunden) × 250 Arbeitstage = 343,75 Stunden | rund 344 Stunden |
| Annahmen Restlaufzeit2.000 Einheiten einer Charge, Einkaufswert 4 € je Einheit | Die Charge hat einen Warenwert von 2.000 × 4 € = 8.000 €. Angenommen 10 % erfüllen die Mindestrestlaufzeit der Filiale nicht | 200 Einheiten |
| Warenwert je ChargeAbschreibungsrisiko | 200 Einheiten × 4 € = 800 €, bei angenommenen 50 solchen Chargen im Jahr 50 × 800 € = 40.000 € | 800 € je Charge |
Eigene Rechnung von Find-Your-WMS mit frei gewählten Annahmen, ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Setzen Sie eigene Mengen, Zeiten und Warenwerte ein.
In sechs Schritten zum passenden WMS
für Kosmetik und Drogerie.
Eine strukturierte Auswahl dauert in der Regel mehrere Wochen und beginnt mit den Daten, nicht mit den Anbietern. Die sechs Schritte folgen dem Ablauf, den auch das Matching und der WMS Navigator nutzen. Für eine formale Ausschreibung hilft der Leitfaden zur WMS Ausschreibung.
Artikelstamm und Prozesse aufnehmen
Listen Sie, welche Artikel MHD pflichtig sind, welche nur eine Verwendungsdauer nach dem Öffnen tragen und welche Gefahrstoffe sind. Notieren Sie Auftragsstruktur und Kanäle.
Rollen und Pflichten klären
Klären Sie mit Ihrer verantwortlichen Person oder Rechtsberatung, welche Pflichten aus der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 Ihr Lager betreffen, und halten Sie sie im Lastenheft fest.
Anforderungen priorisieren
Teilen Sie Muss, Soll und Kann ein. Muss sind meist MHD Pflicht, Chargenführung, Sperren, Restlaufzeit je Kunde und Gefahrstoffmerkmale.
Shortlist bilden
Wählen Sie drei bis fünf Anbieter. Nutzen Sie den Auszug, den Katalog und das Matching.
Demo mit Ihren Daten
Lassen Sie jeden Anbieter dieselben Szenarien zeigen: Wareneingang mit MHD, Charge sperren, Rückrufliste, Filialauftrag mit Restlaufzeit, Aerosolversand.
Vertrag und Einführung planen
Legen Sie Umfang, Schnittstellen, Datenmigration und Abnahme fest. Hinweise zum Projekt finden Sie unter WMS einführen.
Häufige Fragen zum WMS
für Kosmetik und Drogerie.
Was ist ein WMS für Kosmetik und Drogerie?
Ein WMS für Kosmetik und Drogerie ist ein Lagerverwaltungssystem, das Mindesthaltbarkeitsdatum, Chargennummer, Gefahrstoffmerkmale und kundenbezogene Restlaufzeiten je Lagerplatz führt. Es unterscheidet sich von einem allgemeinen WMS durch die Pflicht zur Chargenführung bis zum Kunden, durch FEFO Reservierung und durch Kleinteillogik für viele Positionen mit wenigen Stück. Es dient der Qualitätssicherung und der schnellen Auskunft bei Rückrufen, und es entlastet die Wareneingangskontrolle, weil fehlende Pflichtangaben sofort auffallen. Der Einsatz reicht vom Hersteller über Händler und Drogerieketten bis zum Logistikdienstleister für Onlineshops, jeweils mit eigenen Schwerpunkten.
Welche Pflichten der EU Kosmetikverordnung betreffen das Lager?
Die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 betrifft das Lager vor allem über Kennzeichnung, Rückverfolgung und Rückruf. Händler prüfen vor der Bereitstellung die Kennzeichnung und ob das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht abgelaufen ist (Art. 6 Abs. 2). Sie benennen auf Anforderung der Behörden Lieferanten und Abnehmer (Art. 7). Lagerung und Transport dürfen die Konformität nicht beeinträchtigen (Art. 6 Abs. 4). Welche Rolle Ihr Unternehmen im Sinne der Verordnung hat, klären Sie mit Ihrer verantwortlichen Person.
Wie lange muss die Rückverfolgbarkeit einer Charge gewährleistet sein?
Nach Art. 7 der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 gilt die Pflicht zur Benennung von Lieferanten und Abnehmern drei Jahre ab dem Zeitpunkt, zu dem dem Händler die Charge zur Verfügung gestellt wurde. Die Produktinformationsdatei der verantwortlichen Person ist dagegen zehn Jahre nach dem Inverkehrbringen der letzten Charge bereitzuhalten (Art. 11 Abs. 1). Für das WMS heißt das: Chargenbewegungen müssen mindestens über die Dreijahresfrist abfragbar bleiben. Archiv und Löschkonzept sollten Sie früh mit dem Datenschutz abstimmen.
Was bedeutet FEFO und reicht FIFO bei Kosmetik aus?
FEFO steht für First Expired First Out: Das System entnimmt zuerst die Ware mit dem kürzesten zulässigen Ablaufdatum. FIFO entnimmt dagegen die zuerst eingelagerte Ware, was bei unterschiedlichen Haltbarkeiten pro Lieferung zu Überläufern führen kann. Bei Kosmetik mit MHD ist FEFO deshalb meist die passende Basis. Verschiedene Systeme unterscheiden sich dabei, ob die Regel fest vorgegeben oder konfigurierbar ist. Fragen Sie in der Demo, ob sich FEFO je Kunde oder Kanal anpassen lässt.
Wie steuert ein WMS Restlaufzeiten für Filialen und Onlineshops?
Ein WMS prüft Restlaufzeiten an zwei Stellen: Im Wareneingang vergleicht es das MHD mit einer hinterlegten Mindestrestlaufzeit, bei der Reservierung prüft es die Vorgabe je Kunde oder Kanal. SAP beschreibt etwa die Prüfung des MHD gegen die minimale Restlaufzeit im Wareneingang in der Produktdokumentation. Ob Vorgaben je Filiale oder Kette im Standard liegen, ist je System verschieden. Lassen Sie sich in der Demo einen Auftrag zeigen, für den kein Bestand die Vorgabe erfüllt.
Braucht jedes Kosmetikprodukt ein MHD im WMS?
Nein, nicht jedes. Nach Art. 19 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 entfällt das Mindesthaltbarkeitsdatum bei kosmetischen Mitteln mit einer Mindesthaltbarkeit von mehr als 30 Monaten. Stattdessen ist anzugeben, wie lange das Mittel nach dem Öffnen sicher verwendbar ist. Die Chargennummer gilt dagegen für alle Produkte. Ein WMS braucht deshalb ein Artikelmerkmal, das MHD pflichtig steuert, und eine durchgehende Chargenpflicht. Prüfen Sie, ob Ihr System beide Fälle sauber trennt, und legen Sie die Pflege des Merkmals im Artikelstamm fest.
Wie läuft ein Rückruf im WMS ab?
Ein Rückruf beginnt mit der Sperre der Charge. Das WMS markiert alle Bestände der Charge als gesperrt, hält offene Aufträge an und listet auf, an welche Kunden und Filialen sie geliefert wurde. Danach folgen Rückholauftrag, Wareneingang der Rückware und die Entscheidung über Vernichtung oder Rückgabe. Die Verordnung verpflichtet die verantwortliche Person zu Korrekturmaßnahmen bis zum Rückruf (Art. 5 Abs. 2). Testen Sie den Ablauf in der Demo mit einer echten Charge und messen Sie die Zeit bis zur Kundenliste.
Was gilt für die Lagerung von Aerosolen?
Für Aerosolpackungen in Verkaufsstellen nennt der DGUV Fachbereich AKTUELL FBHL-022 (Stand 23.08.2021, Basis TRGS 510 vom 16.02.2021) Schwellen: bis 20 kg oder 50 Stück auch außerhalb von Lagern, darüber in Lagern, ab 200 kg oder 500 Stück zusätzliche Brandschutzmaßnahmen für bestimmte Gefahrenkategorien. Im Transport gilt UN 1950 Druckgaspackungen als Klasse 2 mit Sondervorschrift 190 (ADR 2025). Das WMS sollte Gefahrstoffmerkmale und Mengen je Lagerabschnitt führen. Die Einstufung je Produkt und die Zusammenlagerung klärt Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit oder Ihr Gefahrgutbeauftragter.
Wie löst man die Kleinteilkommissionierung bei Kosmetik?
Kosmetikaufträge bestehen häufig aus vielen Positionen mit ein oder zwei Stück, daher kommt es auf kurze Wege und parallele Bearbeitung an. Typische Mittel sind Kleinteilzonen mit Durchlaufregalen oder Fachböden, Mehrauftragskommissionierung mit Sortierung und Behälterlogik am Packplatz. Hersteller wie SSI Schäfer beschreiben für Kosmetik auch automatisierte Verfahren mit Shuttles und Robotik. Ob Automatisierung lohnt, hängt von Auftragsvolumen, Sortiment und Saisonspitzen ab. Rechnen Sie das mit eigenen Zahlen durch und vergleichen Sie manuelle, teilautomatisierte und automatisierte Varianten über mehrere Jahre, einschließlich Wartung und Schulung.
Wie trennt man Filialbelieferung und Onlineversand im Lager?
Beide Kanäle greifen auf denselben Chargenbestand zu, brauchen aber unterschiedliche Prozesse. Filialen erhalten Paletten oder Rollcontainer in Ladenreihenfolge und mit Restlaufzeitvorgabe, Onlinekunden Einzelpakete mit Beilagen und Gefahrgutkennzeichnung. Ein WMS trennt das über Auftragsarten, Kommissionierstrategien und Reservierungsregeln. Entscheidend ist, dass Retouren aus dem Onlineshop nicht ungeprüft in den Filialbestand zurückgelangen und dass Restlaufzeitvorgaben der Filiale nicht durch Onlinebestellungen ausgehöhlt werden. Prüfen Sie dies mit einem Szenario in der Demo, das beide Kanäle auf dieselbe Charge zugreifen lässt.
Was kostet ein WMS für Kosmetik und Drogerie?
Die Kosten hängen von Nutzerzahl, Chargenlogik, Schnittstellen, Hardware und Automatisierung ab. Die meisten Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage. Wir nennen bewusst keine Preisspannen, sondern Kostentreiber und ein klar gekennzeichnetes Rechenbeispiel von Find-Your-WMS mit eigenen Annahmen. Orientierung zu Lizenz, Einführung und Betrieb bietet die Seite zu den WMS Kosten. Holen Sie mehrere Angebote auf Basis desselben Lastenhefts ein und lassen Sie Lizenz, Einführung, Schnittstellen und laufenden Betrieb getrennt ausweisen, damit sich die Angebote vergleichen lassen.
Reicht eine Warenwirtschaft mit Lagerfunktion oder braucht man ein eigenes WMS?
Das hängt von Volumen und Komplexität ab. Warenwirtschaften wie JTL-Wawi mit JTL-WMS oder Xentral beschreiben MHD und Chargen in ihrer Dokumentation und sind auf Händler mit Schwerpunkt E-Commerce ausgerichtet. Ein spezialisiertes WMS lohnt sich meist bei mehreren Lagern, Filialbelieferung mit Kundenvorgaben, Automatisierung oder strengen Nachweisen. Prüfen Sie jeweils, ob Reservierung nach kürzestem MHD, Sperren und Rückrufauswertung Ihren Anforderungen genügen, und ob das System mit Ihrem Wachstum und weiteren Standorten mithalten kann.
Ist Find-Your-WMS ein Vergleichsportal?
Nein, Find-Your-WMS ist ein Werkzeug zur Softwareauswahl. Es sammelt Ihre Anforderungen, erstellt eine begründete Shortlist, unterstützt bei Demos und Vertrag und dokumentiert die Entscheidung nachvollziehbar. Es nimmt keine bezahlten Platzierungen an, die Anbieterauszüge sind alphabetisch und ohne Ranking. Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht. Auf Wunsch erhalten Sie ein kostenloses Erstgespräch, in dem wir Ihre Anforderungen für Kosmetik und Drogerie einordnen und die nächsten Schritte der Auswahl besprechen.
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Im Selection Portal von Find-Your-Software erfassen Sie Anforderungen wie MHD, Chargenrückverfolgung und Filialversorgung, bilden Ihre IT Systemlandschaft ab und nehmen direkt Kontakt zu Anbietern auf. Das Matching liefert eine begründete Shortlist. Für Fragen zu Ihrem Lager vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.