Auswahl nach Anlagentyp · AMR · Shuttle · AutoStore · DACH

WMS für AMR, Shuttle und AutoStore.
Welche Schicht steuert welche Anlage?

Ein WMS für AMR, Shuttle und AutoStore ist Lagerverwaltungssoftware, die diese Anlagen über eine eigene Steuerungsschicht führt oder an deren Herstellersoftware anbindet. Wählen Sie im DACH-Markt zuerst nach Anlage und Robotertyp, dann nach Software, ein Auszug von 15 Anbietern hilft dabei. Klären Sie früh, wer die Steuerungsschicht verantwortet, WMS-Anbieter oder Anlagenhersteller.

AMR FlottenShuttle und KleinteileAutoStoreVertikallifteFördertechnik
15
Anbieter im Auszug, alphabetisch und ohne Rangfolge (Stand 10/2026)
5
Anlagentypen als Segmente: AMR, Shuttle, AutoStore, Vertikallift, Fördertechnik
3.0.0
VDA 5050 für AMR, laut idealworks am 17.02.2026 von VDMA und VDA verabschiedet
IEC 62541
OPC UA, seit Oktober 2011 internationaler Standard (OPC Foundation)
Fragestellung

Welche WMS Schicht steuert
welchen Roboter?

Wer AMR, Shuttle, AutoStore oder Vertikallifte einsetzt, muss klären, ob das Lagerverwaltungssystem die Anlage selbst führt oder nur Aufträge an die Software des Herstellers übergibt. Hier geht es um die Auswahl nach Anlagen und Robotertyp. Was WMS, WES, WCS und MFR jeweils tun, beschreiben die vier Steuerungsschichten im Lager.

Wenn nur "Automatisierung" im Lastenheft steht

  • Anbieter antworten mit allgemeinen Funktionslisten, und niemand sagt, ob die Anlage über das WMS, ein WES oder die Herstellersoftware läuft.
  • Bei AutoStore laufen die Steuerungssysteme laut einem Swisslog Fachartikel von 2019 meist eigenständig neben dem primären WMS. Wer das nicht weiß, plant die Integration zu klein.
  • Eine AMR Flotte wird erst im Projekt als eigene Ebene entdeckt, weil Fahraufträge und Wegewahl keinem System zugeordnet waren.
  • Die Entscheidung zwischen einer Lösung aus einer Hand und einer herstellerneutralen Steuerung fällt zufällig, nicht nach Anlagentyp.

Wenn der Anlagentyp die Auswahl lenkt

  • Für jeden Anlagentyp steht fest, welche Schicht die Aufträge erzeugt und welche Schnittstelle gilt: VDA 5050, OPC UA, SPS Telegramme oder Hersteller API.
  • Die Demo zeigt genau die Kombination, die Sie bauen, etwa AutoStore plus AMR Flotte, und nicht eine allgemeine Plattform.
  • Schnittstellenarten und Zuständigkeiten stehen im Lastenheft mit einem Verantwortlichen je Anlage.
  • Die Anbindung an das führende ERP ist parallel geplant, siehe WMS und ERP Integration.

Quellen: Swisslog, SupplyChain 24/7, 18.03.2019, Find-Your-WMS, Steuerungsschichten, Stand 09/2026.

Funktionstabelle nach Anlagentyp

Welche Anlage verlangt welche WMS Anbindung?

Die Tabelle ordnet sieben Anlagentypen der Steuerung, der dokumentierten Schnittstellenart und der Frage zu, die der WMS Anbieter beantworten muss. Sie ist der rote Faden: Jede Zeile kehrt in den Segmenten des Anbieterauszugs wieder. Welches Protokoll in Ihrem Projekt gilt, legt das Lastenheft fest, nicht die Tabelle.

AnlagentypWer steuert die Anlage?Dokumentierte SchnittstellenartFrage an den WMS Anbieter
Shuttle und MiniloadBehälterlager, Ware zu PersonAnlagensteuerung des Herstellers, häufig mit WES darüber. Beispiel: TGW setzt im dm Projekt Wustermark die Software WERX als Warehouse Control System ein.Projektspezifisch, vom Anlagenbauer festgelegtWer erzeugt die Transportaufträge, und in welcher Granularität verlassen sie das WMS?
AutoStore WürfellagerRoboter im Grid, Ports als ArbeitsplätzeAutoStore Controller plus Steuerungssoftware eines Partners. Beispiele: Element Logic eManager, Swisslog SynQ AutoStore Director.Standardisierte APIs zwischen AutoStore und WMS. Für eine eigene Schnittstelle brauchen WMS Anbieter laut AutoStore eine NDA.Wer führt den Bestand je Behälter, das WMS oder die AutoStore Software, und wie gleichen beide ab?
Roboter Grid mit SkypodMobile Roboter fahren über Regale und BödenExotec Deepsky als WES zwischen WMS und Anlage (Herstellerangabe)Protokolle nennt der Hersteller nicht, auf Anfrage klärenWelche Aufgaben bleiben im WMS, welche übernimmt das WES?
AMR und FTS FlottenMobile Roboter und fahrerlose FahrzeugeFlottenmanagement, das laut der Seite zu den Steuerungsschichten zwischen WES und MFR liegt und oft übersehen wirdVDA 5050 zwischen Fahrzeug und Leitsteuerung, aktuell Version 3.0.0Welche VDA 5050 Version wird unterstützt, und wer priorisiert Fahraufträge?
Fördertechnik, Sorter, RegalbediengerätHochregallager und StückgutströmeMFR und SPS. Bei SAP EWM übernimmt das Material Flow System die Anbindung der Anlagensteuerung.Bei SAP EWM Telegramme an die SPS über TCP Kanäle. OPC UA (IEC 62541) als offener Standard für Maschinendaten. Herstellerspezifische Protokolle möglich.Wie schnell reagiert das System, und was passiert bei Verbindungsausfall?
Vertikallift und PaternosterKleinteile, platzsparende LagerlifteLagersteuerung des Herstellers. Beispiel: Kardex Power Pick für Kardex Anlagen.Kardex nennt JMIF für die Kommunikation mit WMS, Fördertechnik und Robotern sowie Drive für die Steuerung aus SAPLäuft die Steuerung über das WMS oder über die Software des Liftherstellers?
Gemischte AnlageMehrere Technologien in einem LagerWES, das WMS, WCS und weitere Ebenen koordiniert. Dematic beschreibt Orchestrierung über WMS, WES und WCS.Mehrere Schnittstellen parallel, jede mit eigenem VerantwortlichenWelche Instanz entscheidet bei konkurrierenden Aufträgen, und wie wird das getestet?

Quellen: Anbieter- und Referenzdatenbank von Find-Your-WMS, TGW, 20.01.2026, AutoStore FAQ, Exotec, SAP Learning, OPC Foundation, Kardex, Dematic. Stand 10/2026.

Anbindungsfragen

Sechs Fragen, die jede Anlagenanbindung beantworten muss

Die Basisfunktionen eines Lagerverwaltungssystems beschreibt unser Ratgeber zu den WMS Funktionen. Für AMR, Shuttle und AutoStore kommen sechs Fragen an die Anbindung hinzu, die in Standard Ausschreibungen oft fehlen.

01 · Transportaufträge

Aufträge in der Granularität der Anlage

SAP EWM zerlegt laut SAP Lageraufträge in kleinere Teilaufgaben und übergibt sie schrittweise an die zuständige Steuerung. Fragen Sie jeden Anbieter, in welchem Schritt und mit welchem Detail Aufträge die Systemgrenze verlassen.

  • Teilaufträge je Anlagenabschnitt
  • Quittierung und Fortschrittsmeldung
  • Umgang mit nicht lagerfähigen Einheiten
02 · Priorisierung

Prioritäten im Engpass entscheiden

Dematic beschreibt sein WES als Plattform, die Lagerverwaltung und Steuerung vereint und Arbeit kontinuierlich freigibt. Knapp hält fest, dass ein separates WES entfällt, wenn WMS oder WCS die Aufgaben bereits abdecken.

  • Wer priorisiert bei konkurrierenden Aufträgen?
  • Welche Regeln sind konfigurierbar?
  • Wie werden Eingriffe protokolliert?
03 · Störung und Ausnahme

Umplanen, wenn etwas ausfällt

Fällt ein Förderabschnitt oder ein Roboter aus, muss das System umplanen. SAP EWM berücksichtigt im Material Flow System laut SAP Kapazitätsgrenzen und Störungen und zeigt sie im regulären Lagermonitor.

  • Überwachung im WMS Monitor
  • Fehlerrückmeldung der Anlage an das WMS
  • Manuelle Eingriffe mit Nachweis
04 · Bestandsführung

Ein führendes System je Datenobjekt

AutoStore hält fest, dass für kritische Daten das WMS des Kunden zuständig bleibt. Legen Sie schriftlich fest, welches System Bestand je Behälter und Lagerplatz führt, und wie oft beide Systeme abgleichen.

  • Abgleichintervall und Differenzbehandlung
  • Inventur im laufenden Betrieb
  • Verantwortung bei Abweichungen
05 · Verfügbarkeit

Notfallbetrieb und Betriebsmodell

Echtzeitkritische Anbindungen verlangen Reaktionszeiten im Millisekundenbereich. Bei Cloud Betrieb gehört deshalb ein dokumentiertes Offline Notfallverfahren in die Anforderungen. Die Abwägung beschreibt unser Leitfaden zu Cloud WMS und On-Premise.

  • Lokale Pufferung bei Verbindungsausfall
  • Wiederanlauf nach Störung
  • Betriebsverantwortung für die Schnittstelle
06 · Test vor Inbetriebnahme

Emulation statt Überraschung am Go-live

SSI Schäfer führt ein Emulation Center als eigenes WAMAS Modul. Knapp warnt, dass Schnittstellen zu gewachsenen Altsystemen schwierig sein können. Verlangen Sie einen Test mit Emulation oder Simulation, bevor die echte Anlage läuft.

  • Testumgebung für alle Schnittstellen
  • Lasttest mit Spitzenvolumen
  • Abnahmekriterien im Vertrag

Quellen: SAP Learning, Dematic, Knapp KiSoft WES, AutoStore FAQ, SSI Schäfer. Stand 10/2026.

Schnittstellenarten

Vier Wege, auf denen WMS und Roboter sprechen

Welche Schnittstelle gilt, entscheidet nicht der WMS Anbieter allein. Die vier Anbindungsarten sind dokumentiert und lassen sich Anlagentypen zuordnen: VDA 5050 für AMR, Hersteller APIs für AutoStore und Vertikallifte, SPS Telegramme und OPC UA für Fördertechnik und Shuttle Steuerungen. Die Zuordnung im Projekt gehört ins Lastenheft.

OPC UA

Offener Standard für Maschinendaten

  • IEC 62541, seit Oktober 2011 IEC Standard (OPC Foundation)
  • Plattformunabhängig, auch auf eingebetteten Geräten umsetzbar
  • Frage: Spricht die Anlagensteuerung OPC UA, und wer betreibt den Server?
VDA 5050

Schnittstelle für mobile Roboter und FTS

  • Kommunikation zwischen Fahrzeug und Leitsteuerung, entwickelt von VDA und VDMA
  • Version 3.0.0 laut idealworks am 17.02.2026 verabschiedet, mit Zonenkonzept und Pfadübermittlung für frei navigierende Roboter
  • Ermöglicht gemischte Flotten verschiedener Hersteller
MFR und SPS

Direkte Kopplung an die Fördertechnik

  • SAP EWM sendet Telegramme über parallele, bidirektionale Kanäle mit IP Adresse und Port
  • Ab EWM 9.4 ohne zusätzliche Middleware über den ABAP Push Channel
  • Echtzeitkritisch, Reaktionszeiten im Millisekundenbereich
Hersteller APIs

Schnittstellen der Anlagenhersteller

  • AutoStore: standardisierte APIs, NDA für WMS Anbieter (Herstellerangabe)
  • Kardex: JMIF zwischen Lagertechnik und externen Systemen, Drive aus SAP
  • Blue Yonder und Manhattan: erweiterbare bzw. API first Plattformen (Herstellerangabe)

Quellen: OPC Foundation, Fachpresse zu VDA 5050, 11/2022, idealworks, 03/2026, SAP Learning, AutoStore, Kardex. Hersteller und Verbandsangaben, nicht unabhängig geprüft. Stand 10/2026.

Segmente nach Anlagentyp

Fünf Anlagentypen und eine Querfrage: aus einer Hand oder herstellerneutral

Die Karten ordnen den Anbieterauszug nach der Anlage, für die eine Software nach Herstellerangabe gedacht ist. Ein Anbieter steht in genau einem Anlagensegment, auch wenn sein Portfolio mehr abdeckt. Die sechste Karte beantwortet die Querfrage, woher die Steuerung kommt. Die Zahlen gelten nur in diesem Auszug.

01 · AMR Flotten

Mobile Roboter und fahrerlose Fahrzeuge

In diesem Auszug: 4 von 15 Anbietern

Blue Yonder mit dem Robotics Hub, Infios, Manhattan Active und Synaos. Die Steuerung sitzt hier in einer Flottenschicht oder in einem WES, das Fahraufträge priorisiert und Fahrzeuge verschiedener Hersteller führt.

  • Schnittstelle: VDA 5050 zwischen Fahrzeug und Leitsteuerung, aktuell Version 3.0.0
  • Grenze: Synaos ist nach Angaben des Herstellers kein WMS, die Rollenteilung zum WMS muss geklärt sein
  • Prüfen: unterstützte VDA Version, Test mit mindestens zwei Fahrzeugtypen

Passt zu: gemischte Flotten, wachsende Roboterzahl

02 · Shuttle und Kleinteile

Behälterlager, Roboter Grids, Kleinteilelager

In diesem Auszug: 3 von 15 Anbietern

Exotec mit Deepsky und Skypod, TGW mit WERX und Witron. Hier liefern Anlagenbauer meist Mechanik und Steuerungssoftware gemeinsam, das WMS gibt Aufträge an diese Ebene weiter oder ist selbst Teil des Pakets.

  • Schnittstelle: projektspezifisch, vom Anlagenbauer festgelegt
  • Grenze: Ob die Software ohne die zugehörige Anlage beziehbar ist, belegen die Hersteller nicht
  • Prüfen: Granularität der Transportaufträge und Verantwortung für den Durchsatznachweis

Passt zu: neue Kleinteileanlage mit klarem Hauptlieferanten

03 · AutoStore

Würfellager mit Robotern im Grid

In diesem Auszug: 2 von 15 Anbietern

Element Logic mit eManager und Swisslog mit SynQ. Beide beschreiben Steuerungssoftware für AutoStore, die neben einem bestehenden WMS laufen kann. Weitere WMS Anbieter binden AutoStore über die Hersteller API an.

  • Schnittstelle: standardisierte APIs, WMS Anbieter brauchen laut AutoStore eine NDA
  • Grenze: eManager ist auf AutoStore ausgerichtet, andere Anlagen nennt der Hersteller nicht
  • Prüfen: Wer führt den Bestand je Behälter, und wie oft gleichen beide Systeme ab

Passt zu: AutoStore Projekt mit bestehendem WMS oder neuem Gesamtsystem

04 · Vertikallifte

Lagerlifte und Paternoster

In diesem Auszug: 1 von 15 Anbietern

Kardex mit Power Pick. Kardex beschreibt Software für seine automatisierten Lagersysteme, dazu JMIF als Schnittstelle zu WMS, Fördertechnik und Robotern und Drive für die Steuerung aus SAP.

  • Schnittstelle: JMIF und Drive laut Kardex
  • Grenze: Ob Power Pick für Vertikallifte oder AutoStore gilt, belegt die Seite zu Power Pick nicht
  • Prüfen: Läuft die Steuerung über das WMS oder über die Liftsoftware

Passt zu: Kleinteile auf wenig Fläche, SAP geführte Landschaft

05 · Fördertechnik

Förderer, Sorter, Regalbediengeräte

In diesem Auszug: 5 von 15 Anbietern

Dematic, Knapp, SAP EWM mit Material Flow System, SSI Schäfer und viastore. Die Steuerung liegt in MFR und SPS, bei SAP EWM im Material Flow System, bei den Anlagenbauern in WCS Modulen.

  • Schnittstelle: SPS Telegramme, OPC UA, herstellerspezifische Protokolle
  • Grenze: Echtzeitkritisch, Reaktionszeiten im Millisekundenbereich, Cloud nur mit Notfallverfahren
  • Prüfen: Anbindung fremder Fördertechnik, Dematic und Knapp nennen sie als Herstellerangabe

Passt zu: Hochregallager, Stückgutströme, gewachsene Anlagen

06 · Querfrage

Aus einer Hand oder herstellerneutral

In diesem Auszug: 9 aus einer Hand, 3 herstellerneutral, 3 weitere

Aus einer Hand liefern Dematic, Exotec, Kardex, Knapp, SSI Schäfer, Swisslog, TGW, viastore und Witron Software und Mechanik. Nach Herstellerangabe herstellerneutral sind Blue Yonder, Manhattan Active und Synaos. Weitere Ansätze sind eManager, Infios und SAP EWM.

  • Aus einer Hand: ein Ansprechpartner, aber Software und Anlage sind aneinander gebunden
  • Herstellerneutral: freie Lieferantenwahl, aber die Integrationsverantwortung liegt beim Betreiber
  • Prüfen: produktive Referenzen mit gleicher Anlage und gleicher Schnittstelle

Das Segment beschreibt die Herkunft, nicht die Qualität

Die Zuordnung der Segmente ist eine redaktionelle Einordnung von Find-Your-WMS nach dem Schwerpunkt der Herstellerangaben und kein Rating. Quellen siehe Anbieterauszug.

Anbieterauszug nach Anlagentyp

Auszug: 15 Anbieter nach Anlagen und Robotertyp

Dieser Auszug nennt 15 Anbieter, alphabetisch sortiert und ohne Rangfolge. Auswahlprinzip: Passung zu AMR, Shuttle, AutoStore, Vertikallift oder Fördertechnik, Bezug zum DACH Markt, jede Aussage aus Herstellerquelle oder Fachpresse. Das Segment zeigt den Anlagentyp, auf den sich die Herstellerangaben schwerpunktmäßig beziehen. Preise liegen auf Anfrage, ein Produktbezug ist keine Empfehlung.

AnbieterSegmentPreis abSteuerungssoftware und Anlagenbezug (Herstellerangabe)Anbindungsart und fremde Technik (Herstellerangabe)Frage für die DemoProfil
Blue Yonder WMS mit Robotics HubScottsdale, Arizona, als JDA 1985 gegründetAMR Flottenauf AnfrageRobotics Hub bündelt Robotik und Automatisierung verschiedener Anbieter und verbindet sie mit dem WMS. Ziel ist, Roboter und Personal über eine gemeinsame Schicht zu koordinieren.Beschrieben als vendor neutral, ohne Lock-in, mit erweiterbaren APIs. Konkrete Roboterhersteller nennt der Hersteller nicht.Welche Roboteranbieter produktiv angebunden sind und welche Protokolle der Hub sprichtZum Profil →
DematicAtlanta, Georgia, seit 2016 Teil der KION GroupFördertechnikauf AnfrageWMS, WES und Orchestrierung über WMS, WES und WCS. Das WES vereint Lagerverwaltung und Steuerung und gibt Arbeit kontinuierlich frei.Verbindet Anlagen und Unternehmenssysteme nach eigener Aussage unabhängig vom Hersteller. WES und WCS können neben einem bestehenden WMS laufen.Welche Fremdanlagen im Referenzbetrieb bereits angebunden sindZum Profil →
Element Logic eManagerOslo, Norwegen, seit 1985 am MarktAutoStoreauf AnfrageEigene Software für Auftragsabwicklung und AutoStore mit Bestands und Standortkontrolle, Wareneingang, Nachschub, Kommissionierung und Wave oder Batch Warteschlange.Die Integration mit einem bestehenden WMS ist nach Angaben des Herstellers zügig möglich, mit Standardeinstellungen oder individuell. Der Fokus liegt auf AutoStore.Welches System den Bestand führt, eManager oder das WMS, und wie beide abgleichen
Exotec Deepsky mit SkypodWasquehal bei Lille, Frankreich, 2015 gegründetShuttle, Kleinteileauf AnfrageDeepsky ist ein Warehouse Execution System als einheitliche Steuerungsebene zwischen WMS und Automatisierung und steuert alle Elemente des Skypod Systems.Koordiniert nach Herstellerangabe auch Geräte von Drittanbietern. Protokolle oder APIs nennt der Hersteller nicht.Welche Aufgaben im WMS bleiben und welche Deepsky übernimmt
Infios WMS, bis 2025 Körber Supply Chain SoftwareUmbenennung im März 2025, Joint Venture von Körber und KKRAMR Flottenauf AnfrageWarehouse Management mit Varianten für Enterprise, SMB und 3PL, dazu ein Warehouse Control System. Autonomous Mobile Robots gehören zum Portfolio.Eine ausdrückliche Aussage zur Herstellerneutralität fehlt.Ob und welche Fremdroboter und Fremdanlagen produktiv angebunden sindZum Profil →
Kardex Power PickZürich, Schweiz, Kardex AG seit 1977Vertikalliftauf AnfrageSoftware für automatisierte Lagersysteme von Kardex mit Lagerplatzverwaltung Keytec als Basis, Materialfluss, Behältern und mehreren Kommissionierstrategien.JMIF verbindet dynamische Lagertechnik mit WMS, Fördertechnik und Robotern. Drive steuert Kardex Systeme direkt aus SAP.Ob Power Pick für Vertikallifte oder AutoStore gilt, belegt die Seite zu Power Pick nichtZum Profil →
Knapp KiSoftHart bei Graz, Österreich, 1952 gegründetFördertechnikauf AnfrageKiSoft vereint laut Knapp WES, WCS und WMS. Das WCS steuert bis zur Maschinenebene, Roboter laufen über das separate KiSoft Fleet Control System.Nach Angaben des Herstellers Schnittstellen zu Lagertechnik von Drittanbietern und zu WMS oder WES anderer Anbieter, FAQ: herstellerunabhängig.Welche Fremdanlagen mit dem WCS im Betrieb laufen und wer die Schnittstelle pflegtZum Profil →
Manhattan Active Warehouse ManagementAtlanta, Georgia, 1990 gegründetAMR Flottenauf AnfrageCloud natives WMS mit eingebautem WES, das Automatisierung und Robotik innerhalb des WMS steuert.Beschrieben als vendor agnostic, mit Basisintegrationen über das Manhattan Automation Network und API first Architektur.Welche Basisintegrationen für Ihre Anlagen bereits getestet sind und was Projektarbeit bleibtZum Profil →
SAP EWM mit Material Flow SystemSAP SE, DeutschlandFördertechnikauf AnfrageDas Material Flow System verbindet ein automatisches Lager direkt mit EWM, ohne zusätzliche Lagersteuerungseinheit. Lageraufträge werden in Teilaufgaben zerlegt.Kommunikation über Telegramme mit der SPS. Jede Steuerung, die mit EWM spricht, wird als PLC definiert. Ab EWM 9.4 ohne zusätzliche Middleware.Telegrammumfang, Last durch Kommunikationspunkte und Verantwortung für den DurchsatznachweisZum Profil →
SSI Schäfer WAMASWAMAS Softwareportfolio, EigenentwicklungFördertechnikauf AnfrageModule für WMS, WES, WCS, Robotics, Lift and Store, Control Center und Emulation Center.Die Systeme lassen sich nach Herstellerangabe in die übergeordnete Systemlandschaft integrieren. Die Anbindung fremder Fördertechnik beschreibt der Hersteller nicht.Ob und wie fremde Automatik angebunden wirdZum Profil →
Swisslog SynQBuchs, Schweiz, Teil der KUKA GruppeAutoStoreauf AnfrageSynQ integriert Systeme und optimiert den Materialfluss über Automatisierungssysteme. Das Angebot umfasst AutoStore, Roboter und Shuttles.Der AutoStore Director läuft laut Swisslog 2019 eigenständig neben einem bestehenden WMS oder als Teil von SynQ als primäres WMS. Eine Neutralitätsaussage macht die Seite nicht.Wie fremde Technik außerhalb des eigenen Angebots angebunden wirdZum Profil →
Synaos Intralogistics PlatformPlattform für Flottenmanagement, Sitz in der Demo klärenAMR Flottenauf AnfrageZentrale Steuerungsschicht für AMR, AGV und Stapler mit Flottenmanagement und Anbindung an MES, WMS und ERP. Sie ist kein WMS.Herstellerunabhängig, auf Basis von VDA 5050, nach Herstellerangabe mit mehr als 50 Roboterpartnern.Abgrenzung zum WES des WMS und wer Prioritäten setzt
TGW WERXMarchtrenk, Österreich, 1969 gegründetShuttle, Kleinteileauf AnfrageWERX gliedert sich in Orchestration (Warehouse Management, Material Flow), Execution (Mobile Robotics) und Automation Management. TGW bietet zusätzlich SAP EWM an.Im dm Projekt Wustermark steuert WERX als Warehouse Control System Shuttle und Roboter. Zu Fremdsystemen nennt TGW nur SAP EWM.Ob WERX Fremdanlagen steuern kann
viastore viadatStuttgart, viastore SOFTWARE GmbH seit 2015, seit 01.04.2026 unter Toyota Automated LogisticsFördertechnikauf Anfrageviadat WMS. Das Zusatzmodul viadat Vision visualisiert Materialflüsse automatisierter Lager. Fachpresse 2019: viadat in einem halbautomatisierten Lager inklusive Steuerung autonomer Gabelstapler.viadat Vision soll laut Fachpresse 2020 mit automatisierten Lagersystemen aller Hersteller kompatibel sein.Ob ein integrierter Materialflussrechner im Angebot ist, belegt der Hersteller nichtZum Profil →
WitronParkstein, Oberpfalz, 1971 gegründetShuttle, Kleinteileauf AnfrageGesamtsysteme aus Hochregallager, Kleinteilelager, Kommissionierung, Fördertechnik, Lagersoftware und Steuerungsebene.Ob die Software getrennt vom Gesamtsystem oder für Fremdanlagen erhältlich ist, beschreibt der Hersteller nicht.Ob die Software ohne Witron Anlage beziehbar ist

Auszug, keine vollständige Marktübersicht. Alphabetisch ohne Wertung, Segment nach Anlagentyp. Aussagen sind Herstellerangaben oder Fachpresse und nicht unabhängig geprüft, Stand 10/2026. Eigentümerangaben stammen von den Herstellern bzw. der Fachpresse mit dem genannten Stand und gehören vor Vertragsabschluss erneut geprüft. Weitere Anbieter im WMS Katalog und im Matching. Quellen: Angaben der Hersteller wie verlinkt, Dematic zu KION, 11/2016, Swisslog, Toyota Automated Logistics, Fachpresse zu viastore, Kardex IPA, 14.04.2026, Synaos, MMH 12.04.2026.

Auswahlfragen für die Demo

Sechs Fragen für die Demo. Ohne Rangfolge, ohne Gewichtung.

Die Reihenfolge der Karten ist keine Priorität. Stellen Sie die Fragen in jeder Demo gleich und gewichten Sie die Antworten mit Ihren eigenen Anforderungen, im Lastenheft und im Vorgehen von WMS Software auswählen.

01 · Steuerungsumfang

Ist die WES und MFR Schicht Teil des Angebots?

Dematic, Knapp, TGW und SSI Schäfer beschreiben WMS, WES und WCS als Module. SAP EWM bringt mit dem Material Flow System eine Anbindung der Anlagensteuerung mit. Bei Spezialsoftware wie eManager sitzt die Anlagensteuerung separat.

  • Welche Schichten liefert der Anbieter selbst?
  • Welche liefert der Anlagenbauer?
  • Wer verantwortet die Grenze dazwischen?
02 · Anlagenabdeckung

Anbindung von AMR, Shuttle und AutoStore

Fragen Sie nach produktiven Anbindungen statt nach Funktionslisten. Eine Referenz mit gleicher Anlage und gleicher Schnittstelle sagt mehr als eine Folie mit Logos.

  • Welche der drei Technologien läuft produktiv?
  • Welche VDA 5050 Version unterstützt der Anbieter?
  • Welchen Partnerstatus gibt es bei AutoStore?
03 · Herstellerbindung

Wechselbarkeit von Anlage und Software

Aus einer Hand bündelt die Verantwortung, bindet aber beide Seiten aneinander. Herstellerneutral hält die Wahl offen, verlagert die Integrationsverantwortung jedoch zum Betreiber.

  • Was kostet der Wechsel einer Seite?
  • Ist die Schnittstellendokumentation öffentlich oder Teil des Vertrags?
  • Wie ist das Lizenzmodell bei Erweiterung?
04 · ERP

Anbindung an das führende ERP

Knapp und TGW bieten SAP EWM als Produkt an, Kardex steuert Lagersysteme direkt aus SAP. Wer SAP führend betreibt, sollte diese Wege gegen ein eigenständiges WMS abwägen. Die Grundlagen stehen bei WMS und ERP Integration.

  • Welches System führt Aufträge und Bestände?
  • Wie viele Schnittstellen entstehen insgesamt?
  • Wer pflegt sie nach Releases?
05 · Betrieb

Cloud, On-Premise und Notfallbetrieb

Manhattan Active ist laut Hersteller cloud native. Bei Anlagen mit Reaktionszeiten im Millisekundenbereich entscheidet der Notfallbetrieb über die Verfügbarkeit. Prüfen Sie lokale Komponenten und Wiederanlauf.

  • Welche Komponenten laufen lokal?
  • Wie lange puffert die Anlage ohne WMS?
  • Wer trägt die Verfügbarkeitszusage?
06 · Dokumentation

Schnittstellenbeschreibung vor Vertragsabschluss

Bei AutoStore brauchen WMS Anbieter laut Hersteller eine NDA, bei Kardex und anderen sind Schnittstellen projektbasiert. Verlangen Sie deshalb vor der Unterschrift die Beschreibung jeder Schnittstelle, ihre Versionen und die Zuständigkeit für Änderungen bei Releases.

  • Schnittstellenbeschreibung als Vertragsanlage
  • Versionsstand von VDA 5050 und Hersteller API
  • Supportzeiten und Ansprechpartner je Schnittstelle

Herstellerangaben: Manhattan, Knapp, TGW, Kardex, AutoStore. Stand 10/2026.

Kostenorientierung Anbindung

Was die Anlagenanbindung kostet: Treiber je Schnittstelle

Anbieter veröffentlichen für Automatisierungsprojekte keine Preise. Die Tabelle beschränkt sich auf die Kosten der Anbindung von AMR, Shuttle und AutoStore an das WMS, mit Größenordnungen aus der Kostenseite von Find-Your-WMS, Stand 06/2026. Lizenz, Anlagentechnik und Wirtschaftlichkeit stehen dort und im Überblick.

KostentreiberEinflussgrößeOrientierungHinweis
ImplementierungAutomatisiertes Zentrum, inklusive SchnittstellenZahl der Schnittstellen, Zahl der Anlagentypenab 200.000 €Aus der Kostenseite, Stand 06/2026
Individuelle Schnittstellenanpassungje SchnittstelleProtokoll, Qualität der Dokumentation20 bis 60 PersonentageStundensätze 100 bis 200 € laut Kostenseite
Parallelbetrieb bei Systemwechselfalls ein Altsystem abgelöst wirdDauer, Zahl der Schichten20 bis 50 % Aufschlag auf das Gesamtbudget2 bis 4 Vollzeitstellen über 3 bis 6 Monate
Rechenbeispiel von Find-Your-WMSEigene Rechnung, keine Herstellerangabe3 Automatisierungsschnittstellen, je 20 bis 60 Personentage zu 8 Stunden48.000 bis 288.000 €3 mal 20 mal 8 mal 100 € bis 3 mal 60 mal 8 mal 200 €, nur Schnittstellenarbeit

Rechenbeispiel von Find-Your-WMS mit eigenen Annahmen: drei Schnittstellen (zum Beispiel Fördertechnik, AutoStore, AMR Flotte), ein Personentag zu 8 Stunden, Stundensätze und Aufwand aus der Kostenseite. Ohne Lizenz, Anlagentechnik und Betrieb. Kein Angebot und keine Herstellerangabe. Lizenz und Gesamtkosten im Detail: WMS Kosten 2026.

Vorgehen

In sechs Schritten zum WMS je Anlagentyp

01

Anlagentypen und Hauptlieferanten festlegen

Listen Sie auf, ob AMR, Shuttle, AutoStore, Vertikallift oder Fördertechnik geplant sind und wer jeweils liefert. Ein Hauptlieferant spricht für eine Lösung aus einer Hand, mehrere Technologien eher für eine herstellerneutrale Steuerung.

02

Systemgrenze schriftlich klären

Legen Sie anhand der fünf Klärungspunkte auf der Seite zu den Steuerungsschichten fest, wer Aufträge erzeugt, Wege wählt, priorisiert, das Protokoll bestimmt und den Durchsatz nachweist.

03

Schnittstellenarten festschreiben

Tragen Sie OPC UA, VDA 5050, SPS Telegramme und Hersteller APIs mit Zuständigkeit ins Lastenheft ein, inklusive der Version von VDA 5050.

04

Anbindungsart je Anlage zuordnen

Ordnen Sie jeder Anlage die Anbindung zu: VDA 5050 für AMR, Hersteller API für AutoStore, JMIF oder Drive für Kardex, SPS Telegramme oder OPC UA für Fördertechnik. Entscheiden Sie dann, ob die Steuerung aus einer Hand oder herstellerneutral kommt, und dokumentieren Sie den Grund.

05

Demo mit Anlagenbezug verlangen

Lassen Sie sich die gewünschte Anlagenkombination mit Emulation oder Referenzbesuch zeigen. Fragen Sie nach produktiven Installationen mit gleicher Schnittstelle statt nach Funktionslisten.

06

Betriebsrat und Vertrag einbinden

Beteiligen Sie den Betriebsrat früh und halten Sie Abnahmekriterien, Testumfang und Supportzeiten im Vertrag fest. Für die Ausschreibung hilft der RFP Leitfaden, für den Projektverlauf die Seite WMS einführen.

FAQ

Häufige Fragen zu WMS, AMR, Shuttle und AutoStore

Welche WMS Schicht steuert AMR, Shuttle und AutoStore?

Das hängt vom Anlagentyp. Eine AMR Flotte führt meist eine Flottenschicht oder ein WES über VDA 5050, Shuttle und Kleinteilelager steuert die Software des Anlagenbauers, AutoStore läuft über eigene Steuerungssoftware neben dem WMS. Das WMS gibt Aufträge ab und bleibt für Bestände zuständig, es sei denn, der Anbieter liefert die Steuerung mit. Die vier Steuerungsschichten erklären die Rollen, die Seite hier hilft bei der Wahl je Anlage. Fragen Sie jeden Anbieter, welche Schicht er selbst liefert.

Brauche ich zusätzlich zum WMS ein eigenes WES?

Nicht immer. Knapp schreibt, dass ein separates WES entfällt, wenn WMS oder WCS die Aufgaben bereits abdecken. Ein WES lohnt sich vor allem, wenn mehrere Anlagen um dieselben Ressourcen konkurrieren und Prioritäten im laufenden Betrieb entschieden werden müssen, etwa bei AutoStore plus AMR Flotte. Manhattan und Dematic liefern WES Funktionen als Teil ihrer Plattform. Klären Sie in der Ausschreibung, wer priorisiert, bevor Sie ein weiteres Produkt einkaufen.

Aus einer Hand oder herstellerneutral: was passt zu welchem Anlagentyp?

Bei einer neuen Shuttle oder Kleinteileanlage mit klarem Hauptlieferanten liegt eine Lösung aus einer Hand nahe, etwa von Knapp, TGW oder Dematic. Bei gewachsenen Mischlandschaften mit AMR, AutoStore und Fördertechnik von verschiedenen Lieferanten passt eine herstellerneutrale Steuerung wie Blue Yonder Robotics Hub, Manhattan Active oder Synaos nach Herstellerangabe besser. Der Preis der Neutralität ist, dass die Integrationsverantwortung beim Betreiber liegt. Beide Wege sind zulässig, der Grund gehört in die Dokumentation.

Welches WMS passt zu einer AutoStore Anlage?

AutoStore stellt nach Angaben des Herstellers standardisierte APIs für die Kommunikation mit dem WMS bereit, und für kritische Daten bleibt das WMS des Kunden zuständig. Möglich sind Spezialsoftware wie Element Logic eManager, die SynQ Software von Swisslog oder ein WMS mit eigener AutoStore Schnittstelle. WMS Anbieter brauchen dafür laut AutoStore eine NDA. Fragen Sie nach einer produktiven AutoStore Anbindung und danach, welches System den Bestand je Behälter führt. Ein Hinweis zur Reihenfolge: Klären Sie zuerst die Rollenteilung, danach erst die Lizenzfrage, weil sich beide Antworten gegenseitig beeinflussen.

Wie binde ich AMR und FTS Flotten an das WMS an?

Für mobile Roboter und fahrerlose Fahrzeuge ist VDA 5050 die dokumentierte Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Leitsteuerung, entwickelt von VDA und VDMA. Version 3.0.0 wurde laut idealworks am 17.02.2026 verabschiedet. Die Flottensteuerung liegt oft zwischen WES und MFR und wird in Ausschreibungen leicht vergessen. Herstellerneutrale Plattformen wie Synaos stützen sich auf VDA 5050. Fragen Sie nach der unterstützten Version und danach, wer Fahraufträge priorisiert. Ein Test mit mindestens zwei Fahrzeugtypen zeigt, wie ernst die Mischflottenfähigkeit gemeint ist, und deckt Lücken in der Priorisierung früh auf.

Was ist der Unterschied zwischen OPC UA und VDA 5050 im Lager?

OPC UA ist ein plattformunabhängiger Standard für den Datenaustausch zwischen Feldgeräten und übergeordneten Systemen. Er ist seit Oktober 2011 als IEC 62541 veröffentlicht. VDA 5050 regelt dagegen die Kommunikation zwischen fahrerlosen Fahrzeugen oder mobilen Robotern und ihrer Leitsteuerung. Beide lösen verschiedene Aufgaben und schließen sich nicht aus. Welche Protokolle Ihre Anlage tatsächlich spricht, steht in der Herstellerdokumentation und gehört ins Lastenheft. Fragen Sie im Zweifel nach einer Schnittstellenbeschreibung vor der Vertragsunterschrift, denn ein Standardname allein sagt noch nichts über den tatsächlichen Funktionsumfang.

Wie werden Shuttle und Kleinteilelager an das WMS angebunden?

Meist über die Steuerungssoftware des Anlagenbauers, deren Schnittstelle projektspezifisch festgelegt wird. TGW setzt im dm Projekt in Wustermark die Software WERX als Warehouse Control System für Shuttle und Roboter ein, Exotec steuert Skypod Systeme mit Deepsky als WES. Protokolle nennen die Hersteller nicht. Fragen Sie deshalb, in welcher Granularität Transportaufträge das WMS verlassen und wer den Durchsatz nachweist, bevor Sie Anbieter vergleichen. Beides sind Herstellerangaben, die Sie in der Demo mit Ihrem eigenen Auftragsprofil nachvollziehen sollten.

Wie werden Vertikallifte und Paternoster angebunden?

Vertikallifte werden meist über die Lagersteuerung des Herstellers geführt. Kardex nennt JMIF als Schnittstelle zu WMS, Fördertechnik und Robotern sowie Drive für die Steuerung aus SAP. Ob die Software Power Pick auch für Vertikallifte oder AutoStore gilt, belegt der Hersteller nicht. Klären Sie in der Demo, ob die Steuerung über Ihr WMS oder über die Liftsoftware läuft und wer bei Abweichungen den Bestand führt. Ein Referenzbesuch mit gleicher Konstellation ist hier aussagekräftiger als jede Folie.

Wie wird Fördertechnik per SPS und MFR angebunden?

Bei SAP EWM übernimmt das Material Flow System die Anbindung: Es verbindet ein automatisches Lager direkt mit EWM, zerlegt Lageraufträge in Teilaufgaben und sendet Telegramme über TCP Kanäle an die SPS. Ab EWM 9.4 geht das ohne zusätzliche Middleware über den ABAP Push Channel. Die Anbindung ist echtzeitkritisch, Reaktionszeiten liegen im Millisekundenbereich. Bei Cloud Betrieb gehört deshalb ein Offline Notfallverfahren in die Anforderungen. Die Antwort auf diese Frage entscheidet mit, ob eine Cloud Lösung für Ihre Anlage überhaupt in Betracht kommt.

Welche Fragen stelle ich in der Demo?

Fragen Sie nach der Kombination, die Sie bauen, nicht nach Funktionslisten. Welche Anlagentypen laufen produktiv mit genau dieser Schnittstelle? Welche VDA 5050 Version wird unterstützt? Wer führt den Bestand je Behälter? Wer priorisiert bei konkurrierenden Aufträgen? Was passiert bei Verbindungsausfall? Lassen Sie sich eine Emulation oder einen Referenzbesuch zeigen, und halten Sie die Antworten für alle Anbieter gleich fest, damit sie vergleichbar bleiben. Notieren Sie außerdem, welche Antworten der Anbieter nur mündlich gibt, und lassen Sie diese schriftlich bestätigen.

Was kostet die Schnittstellenarbeit je Anlage?

Nach der Kostenseite von Find-Your-WMS liegt eine individuelle Anpassung bei 20 bis 60 Personentagen zu 100 bis 200 € Stundensatz. Im Rechenbeispiel von Find-Your-WMS ergeben drei Schnittstellen 48.000 bis 288.000 €, ohne Lizenz und Anlagentechnik. Anbieterpreise liegen in der Regel auf Anfrage. Gesamtkosten und Wirtschaftlichkeit behandelt die Überblicksseite zur Lagerautomatisierung, hier geht es nur um die Anbindung. Prüfen Sie, welche Schnittstellen der Anbieter standardmäßig mitbringt und welche als Projektarbeit anfallen, denn dort liegt der größte Unterschied zwischen zwei Angeboten.

Was gehört ins Lastenheft für die Anlagenanbindung?

Das Lastenheft sollte je Anlagentyp die Granularität der Transportaufträge, die Schnittstellenart mit Version, den Verantwortlichen, die Priorisierungsregeln und den Notfallbetrieb festlegen. Dazu kommen eine Testumgebung mit Emulation, Lasttests mit Spitzenvolumen und der Durchsatznachweis als Abnahmekriterium. Ergänzen Sie die Anbindung an das ERP und das Betriebsmodell. Unsere Auswahlfragen dienen als Prüfliste, die Seite zu den Steuerungsschichten als Gerüst für die Zuständigkeiten. Beteiligen Sie auch den IT Betrieb und die Instandhaltung früh, weil beide die Schnittstellen später betreuen müssen.

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